Aachen - Mehr als „nur“ ein Volkslauf durch den Wald

Mehr als „nur“ ein Volkslauf durch den Wald

Von: hpl
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Wie selbstverständlich werden die auswärtigen Sportler bei der ATG aufgenommen: Sie trainieren mit Wolfgang Glöde (4.v.r.) und werden unterstützt von Seriensieger Mussa Hudrog (links), Günter Drießen (2.v.l.) und Dr. Heike Heinen. Foto: Christoph Schmitz

Aachen. Es geht bergauf mit der hiesigen Laufszene. Im übertragenen Sinne, wie im direkten, denn am Sonntag, 25. September, starten maximal 750 Läuferinnen und Läufer vom Chorusberg auf den mit 358 Metern höchsten Punkt des Stadtwaldes. Der Herbstlauf der Aachener Turn-Gemeinde (ATG) lockt, und noch gibt es restliche Startplätze.

Die Strecke ist inzwischen exakt gemessen und bietet zwei Distanzen über 6,7 und 10,5 Kilometer. Los geht es um 11 Uhr auf dem ATG-Platz am Chorusberg. Auch wenn es zunächst ordentlich bergauf geht, handelt es sich um einen Volkslauf. Der vereinseigene Platz am Chorusberg bietet ideale Voraussetzungen für die Kinder-Wettbewerbe über 350 Meter (10.30 Uhr) und 700 Meter (10.40 Uhr).

Bei der ATG ist es gute Tradition, Sportevents mit sozialen Zwecken zu verknüpfen. So hat der Verein bei der zweiten Auflage des Herbstlaufes zehn Plätze für Menschen aus Kriegsgebieten, die bei uns Zuflucht gefunden haben, zur Verfügung gestellt. Sie bereiten sich mit ATG-Trainer-Guru Wolfgang Glöde vor.

„Das Training mit ihnen ist gelebte Integration. Die Sportler kommen auch außerhalb der Termine, es haben sich Freundschaften entwickelt“, freut sich Günter Drießen, der Leiter der Leichtathletik-Abteilung. Dass der ehemalige Stadtmeister über 400 Meter aus Aleppo zur Gruppe gehört, freut ihn zusätzlich.

Unterstützung erhält der Verein von Dr. Heike Heinen. Die Aachener Zahnärztin engagiert sich in der Initiative „Flame for Peace“; sie veranstaltet Kochkurse für Migranten, knüpft Kontakte zu Betrieben in der Region, begleitet Flüchtlinge bei „Kulturspaziergängen“ in Museen. Ein paar Stunden pro Woche sucht sie im Berufsinformationszentrum, um auf eigene Faust nach Arbeitsmöglichkeiten für Neuankömmlinge zu fahnden.

Das macht sie genauso selbstverständlich wie sich die ATG für die jungen Menschen aus Kriegsgebieten einsetzt. „Das ist unser Selbstverständnis als Verein“, betont Drießen. Er freut sich auf den Herbstlauf – gerade wegen des bunten Teilnehmerfeldes.

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