Medizinische Gesellschaft will Austausch unter Ärzten fördern

Von: Sabine Rother
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Besuch beim bronzenen „Herrn Kollegen”: Professor Dr. Dominik Groß (links) ist neuer Vorsitzender der Medizinischen Gesellschaft Aachen. Mit Professor Markus Gatzen (2. Vorsitzender) traf er sich am „Puppenbrunnen” von Bonifatius Stirnberg. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Was passiert, wenn ein Arzt zum Patienten wird - etwa bei völliger Überarbeitung oder wenn er ein Suchtproblem hat? Wie verkraftet man Situationen, in denen Angehörigen eines Menschen, der im Sterben liegt, Fragen zur Organspende gestellt werden sollen?

Und warum sitzen noch immer mehr Männer als Frauen auf den Chefsesseln? Diese und viele Fragen beschäftigen jene sehr häufig, die im Bereich Medizin aktiv sind.

Hier will die Medizinische Gesellschaft Aachen (MGA) bald wieder ein großes Forum bieten. „Wir werden gute Synergieeffekte bilden und auch gesellschaftliche Fragen anschneiden”, versichert Professor Dominik Groß, Direktor des Instituts für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin, der jetzt den Vorstandsvorsitz übernommen hat.

Unterstützt wird er von Professor Markus Gatzen, Chefarzt der Medizinischen Klinik im Marienhospital Aachen und hier als zweiter Vorsitzender Vertreter der Aachener Krankenhäuser, sowie von Professor Nicole Kuth, Leiterin des Lehrgebiets Allgemeinmedizin an der RWTH Aachen, die die niedergelassenen Ärzte repräsentiert und Dr. Jürgen Neuß, ehemaliger Vorsitzender der Kreis- und Bezirksstelle der Ärztekammer Nordrhein/Aachen, der für die regionalen ärztliche Standesvertretung im Einsatz ist.

Seit 1968 gibt es die Medizinische Gesellschaft bereits, die sich nun nicht nur Fachpublikum, sondern verstärkt auch interessierten Laien öffnen möchte. „Wir wollen aktuelle und brisante Themen aufgreifen, die wirklich alle beschäftigen”, so Groß.

Ziel der Gesellschaft war und ist es, Klinikleiter des Universitätsklinikums mit den Chefs anderer Krankenhäuser, mit niedergelassenen Ärzten aus Stadt und Kreis Aachen, Düren und Heinsberg, aber auch mit Vertretern aller Berufe ins Gespräch zu bringen, die sich mit medizinischen Problemen beschäftigen - vom Psychologen bis zum Techniker. „Wichtig ist uns das gleichberechtigte Zusammenwirken auf einer breiten Ebene”, sagt Groß.

Mit inzwischen nur noch 300 Mitgliedern hat die MGA in den letzten Jahren einen ungewollten Schwund erfahren. „Es gibt in unserem Umkreis allein etwa 1500 Ärzte, da müsste es doch gelingen, neue Mitglieder zu überzeugen”, betont auch Markus Gatzen.

Vorgesehen sind fünf bis sechs Abende pro Jahr mit jeweils vier Referenten und anschließender Diskussion. Fortgeführt wird eine langjährige Tradition: Der Ausklang der Abende findet bei Wein und Brezeln statt.
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