Matschspur sorgt für Ärger rund um Kornelimünster

Von: Günther Sander
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Kornelimünster. Eine Dreckspur zieht sich auf der Straße durch ganz Kornelimünster bis rauf nach Brand, besonders bei Nässe deutlich erkennbar. Verursacher sind die schwer beladenen Fahrzeugen des Schotterwerkes GmbH, die aus dem Steinbruch kommend ihren Weg zum Abtransport nehmen.

„Der Betreiber des Steinbruchs verdient mit dem Steinmaterial viel Geld“, moniert Anwohner Männ Moers aus Kornelimünster den schlechten Zustand und ist verärgert über die permanente Verschmutzung der Straßen „Auf dem Acker“/Breiniger Straße sowie der Ortsdurchfahrt Kornelimünster.

Im Sommer mache der Staub Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger darauf aufmerksam, dass hinter dem Damm entlang der Straße von Kornelimünster nach Breinig ein Steinbruch ist. Bei Regenwetter sein das „Schlamm- und Dreckspektakel“ nicht zu übersehen. „Hier ist doch die Frage erlaubt, wie lange sollen die Bürgerinnen und Bürger diesen Zustand noch ertragen?“, so Moers.

Seit Anfang Februar stehe er unter anderem mit dem Landesbetrieb Straßenbau NRW, Regionalbetrieb Euskirchen, in schriftlichem Kontakt und schicke aktuelle Beschwerden. Gerade im oberen Bereich der Straßen sorge die Verschmutzung für ein erhöhtes Sicherheitsrisiko. Da mache es wenig Sinn, wenn allabendlich eine Kehrmaschine ihre Runden drehe.

Im Februar habe man Moers mitgeteilt, eventuell über eine Reifenwaschanlage nachzudenken. Offensichtlich halte der Betreiber eine solche Anlage nicht für nötig. „Der verschmutzt den ganzen Ort und erhöht damit die Unfallgefahr für Autofahrer.“ Es könne nicht sein, dass nach jeder Einkaufsfahrt die Bürger am Ende die Einkaufstour teuer bezahlen und ihre verschmutzten Fahrzeuge reinigen lassen müssen. „Das wäre Aufgabe des Betreibers, für saubere Straßen zu sorgen würde.“ Moers bemängelt, dass die Kehrmaschine zudem den Dreck über die bestehenden Kanaldeckel verteile und diese verstopfe. „Was passiert, wenn es stark regnet und die Kanaldeckel nicht offen sind?“, fragt er weiter.

Alfred Sebastian, Abteilungsleiter beim Landesbetrieb Straßenbau, sagt, dass man sich mit dem Betreiber des Steinbruchs, der Schotterwerk GmbH., abstimme, dass dieses Unternehmen die Straßen peinlichst zu säubern habe. „Besser noch dafür zu sorgen, dass der Dreck vom Gelände erst gar nicht nach draußen kommt“, so Sebastian. Ob der Betreiber sich dafür eine Reifenwaschanlage zulege, sei seine Sache. Fakt sei aber, dass das Steinbruchunternehmen Vorkehrungen zu treffen habe, die Missstände abzustellen. „Ich habe Herrn Conrads angedroht, dass wir das Ding zu machen werden. Dazu haben wir rechtliche Möglichkeiten“, so Sebastian. Er werde weiter die Augen offen halten.

Auch Rita Claßen, Leiterin des Bezirksamtes Kornelimünster, weiß von der Vereinbarung zwischen Betreiber und Landesbetrieb Straßenbau. „Sobald wir Verschmutzungen feststellen, melden wir das unverzüglich.“ Ähnlichen Ärger habe es auch mit dem Steinbruch in Walheim gegeben.

Frank Conrads, Geschäftsführer der BSR Schotterwerk GmbH, spricht von Anweisungen an die Lkw-Fahrer, vor dem Verlassen des Werksgeländes Verschmutzungen zu vermeiden. „Natürlich fährt unsere Kehrmaschine raus, um zu säubern“, so Conrads. Auf dem Gelände sei außerdem eine Durchfahrt für die Fahrzeuge vorhanden, die mit Wasser den Dreck von den Autoreifen befreie. Außerdem stünden noch Hochdruckreiniger und Schläuche zur Verfügung. „Wir werden alle Fahrer noch einmal streng darauf hinweisen, sich an die Vorgaben zu halten“.

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