Mathematik-Olympiade: Rechnen, bis die Köpfe qualmen

Von: Max Stollenwerk
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Zweite Runde der Mathematik-Olympiade: Im Rhein-Maas-Gymnasium zeigten und schulten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen ihr logisches Denkvermögen. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Olympiade in Aachen – das war am Rhein-Maas-Gymnasium (RMG), das einen Schwerpunkt im Bereich der Mathematik setzt, der Fall. Es ging nicht um körperliches Kräftemessen – die Regionalrunde der Mathematik-Olympiade verlangte von den Teilnehmern andere Fertigkeiten, als nur das kleine Einmaleins zu beherrschen. Komplizierte Funktionen lösen oder Winkel in geometrischen Figuren zu errechnen, waren nur wenige der anspruchsvollen Aufgaben.

„Das Hauptziel des Wettbewerbes ist es, begabte und interessierte Schüler zu entdecken und zu fördern, sowie ihr Interesse und ihre Freude an der Mathematik auszubauen“, schildert Monika Middendorf, Regionalkoordinatorin der Mathematik-Olympiade für die Stadt Aachen die Intention des bundesweiten Wettbewerbes. Es bestehe die Möglichkeit, besondere Fähigkeiten auf mathematischem Gebiet unter Beweis zu stellen. Die Mathematik-Olympiade findet seit dem Schuljahr 1961/62 jährlich statt und mobilisiert regelmäßig über 250 000 Teilnehmer zum Mitmachen.

Die Teilnehmer werden in Altersstufen von Klasse drei bis sieben sowie ab Klasse acht aufgeteilt, wobei sich die Leistungsstärksten jeweils für die nächste Runde qualifizieren. Der Wettbewerb ist in drei beziehungsweise vier Runden für die Teilnehmer ab der achten Klasse unterteilt. Die Schulrunde läutet ihn mit einem Hausaufgabenwettbewerb über mehrere Wochen ein, bevor die Regionalrunde folgt, die jetzt am RMG für die Schüler aller Aachener Gymnasium und Gesamtschulen stattfand.

„Von den 143 Teilnehmern in der Schulrunde haben sich 113 für die Regionalrunde qualifiziert“, lobte Middendorf. Die Teilnehmer mussten eine mehrstündige Klausur schreiben. „Die besten zehn darf ich dann mit in die dritte Runde nehmen, also zur Landesebene anmelden, die vom 24. bis 26. Februar im Kreis Gütersloh stattfinden wird“, sagte sie. Dort steht für die Besten dann ein- bis zweitägiger Klausurwettbewerb an. Wer sich auch dort zu den Besten zählen darf, dem winkt die Teilnahme auf Bundesebene Anfang Mai. Der Wettbewerb verlangt tiefgründige Beschäftigung mit der Mathematik weit über den Unterricht hinaus, um vor allem das logische Denken sowie die Kombinationsfähigkeit zu schulen. Middendorf betont, dass es für die jüngeren Schüler hauptsächlich um „den Spaß am rational-logischen Denken sowie am Knobeln“ gehe, während die älteren Teilnehmer „ihre mathematischen Fähigkeiten an anspruchsvollen Aufgaben erproben, festigen und weiterentwickeln möchten“. Augenzwinkernd sagte sie außerdem, dass die älteren Teilnehmer sich „gerne gegenseitig messen und es als eine Art Wettkampf sehen“.

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