Mary Poppins wirbelt auf den Vierbeinern durch die Reithalle

Von: Carolin Cremer-Kruff
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Pferd und Ballett - in diesem Jahr auch mit Hund: In der Reitanlage Braun an der Kellershaustraße spielt Mary Poppins die Hauptrolle im Weihnachtsmärchen. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Ein rauschendes Kostümfest verspricht das Weihnachtsmärchen „Pferd und Ballett“ auf der Reitanlage Braun. Indianer, Cowboys, Schornsteinfeger und mittendrin: Das zauberhafte Kindermädchen Mary Poppins, verkörpert von der 21-jährigen Fee Stabenow, die nicht nur im Sattel eine ausgezeichnete Figur macht, sondern auch als elegante Tänzerin.

Genau das ist die Faszination, die Jahr für Jahr mehrere Hundert Zuschauer zu der Veranstaltung lockt: die Kombination aus Tanz- und Reitchoreographien.

Rund 25 Pferde, 40 Reiter, 15 Voltigierer und 35 Tänzerinnen vereinen sich zu einem bunten Bild, das in eine magische und abenteuerliche Welt entführt. Hinzu gesellen sich dieses Jahr sieben Hunde. Denn auch die Hundesportschule Agility Aachen ist unter der Leitung von Christina Kuko mit von der Partie und schickt vom Chihuahua bis zum Labrador unterschiedlichste Rassen in die Arena, welche nicht nur einen Hindernisparcours absolvieren, sondern auch verblüffende Tricks präsentieren.

„Die Zuschauer können sich auf eine verspielt-verträumte Atmosphäre freuen, beschwingt von der Musik und den fröhlichen und farbenfrohen Auftritten“, verrät Carla Brettschneider von der Tanzwerkstatt C. Brettschneider, die mit Kathrin Liedtke die Choreographie für die Tänzerinnen auf die Beine gestellt hat. Für die Reitchoreographien zeigt sich Elke Braun gemeinsam mit Svenja Meurers und Maike Bollig verantwortlich.

90-minütige Show

Wie ein roter Faden ziehen sich bekannte Szenen aus der beliebten Kindergeschichte „Mary Poppins“ durch das rund 90-minütige Programm. Diese wechseln sich ab mit beeindruckenden Showeinlagen jeglicher Façon. Ob Voltigierer des Reitvereins Aachen, die in die Rolle von Zirkusartisten schlüpfen, Kurt Koch auf der Kutsche, Dr. Bettina Grahner im Damensattel, Ponys, die sich in Karussellpferde verwandeln, oder 20 Balletttänzerinnen, die als Kindermädchen kostümiert eine beeindruckende Formation bilden. Immer im Hintergrund: Das von Textildesignerin Gina Kalf entworfene Bühnenbild, welches die aus dem Roman bekannte Londoner „Cherry Tree Lane“ abbildet. Bekannte Melodien aus der Mary-Poppins-Verfilmung sowie eine professionelle Lichtanlage setzen bühnenreife Akzente.

Zu den Höhepunkten der märchenhaften Aufführung gehören unter anderem ein Pas de Deux im Damensattel sowie eine außergewöhnliche Tanzgruppe, die aus vier spanischen Hengsten und vier Tänzerinnen besteht. Ein Märchenerzähler verwebt die einzelnen Szenen geschickt zu einer neuen Geschichte, sodass auch kleine Zuschauer die Zusammenhänge verstehen. Natürlich kommt festliche Weihnachtsstimmung in der gemütlich warmen Reithalle auf.

Unmittelbar nach den Sommerferien haben die Proben zu „Pferd und Ballett“ begonnen, wurden eifrig Kostüme genäht und die raffinierten Choreographien einstudiert. Viele ehrenamtliche Helfer unterstützen tatkräftig das Projekt. Für die rund 100 Kostüme, die im Laufe der Aufführung gezeigt werden, wird die Stallgasse kurzerhand in eine riesige Umkleidekabine umfunktioniert. Laut Elke Braun ist die Nachfrage sensationell.

Kommen da Gedanken an eine Vergrößerung auf? „Nein, wir haben uns bewusst für dieses Format entschieden. Denn bei uns ist die Atmosphäre sehr familiär und die Zuschauer sind ganz nah dran am Geschehen. Das soll auch so bleiben“, verspricht Braun.

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