Mary Poppins und ihre wundersame Welt

Von: Lale Dalz
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Tolles Tanzerlebnis: Die Ballettschule Ferberberg begeisterte mit ihrer Interpretation von Mary Poppins das Publikum im Eurogress. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Mary Poppins – das ist die Geschichte eines Kindermädchens, welches das Leben der Londoner Familie Banks auf den Kopf stellt. Bekannt als Roman, Film und Musical ist diese Geschichte schon lange.

Jetzt konnte man sie zusätzlich als Ballettaufführung sehen – aufgeführt von den Schülerinnen und Schülern der Ballettschule Ferberberg. 190 Mädchen und Jungen boten dem begeisterten Publikum die unter der Leitung von Natalie Jungschläger erlernten Tanznummern dar.

Begleitet von einem Mix aus klassischer und moderner Musik, stellten die Eleven tänzerisch dar, wie Mary Poppins (Jana Rzehak) in das Leben der Familie tritt und Kindern wie Eltern eine ganz neue Sicht auf die Welt ermöglicht. Denn im London des Jahres 1910 ist diese Familie anfangs ganz schön gestresst. Mrs. Banks (Lina Westphal) kämpft als Suffragette für die politische Gleichstellung der Frau, Mr. Banks (Henriette Rohde) ist ein strenger und resoluter Bankier. Die Kinder Michael (Emma Vopel) und Jane (Emma Daniel) lassen ihren Frust am Kindermädchen (Rika Thesing) aus – welches entnervt kündigt. Doch dann kommt Mary Poppins. Mit ihr ist plötzlich alles voller Wunder: Die Puppen im Kinderzimmer räumen sich ganz von alleine weg, und im Park servieren ihnen Pinguine Himbeertörtchen. Eine tanzende Kuh, die mit dem Tanzen nicht mehr aufhören kann, erscheint - und eine Königin hilft ihr, das Problem zu beheben. Selbst als der kleine Michael einen ganz schlimmen Tag hat, kann ihm Mary Poppins mit ihrem magischen Kompass helfen.

Doch Mary Poppins zeigt ihnen mehr als das. Sie stellt ihnen den Pflastermaler Bert (Gretha Wagner) vor, und die Kinder aus gutem Hause kommen zum ersten mal mit einfachen Menschen zusammen. Mary weckt in den Kindern den Sinn für soziale Gerechtigkeit. Leider kommt das Mr. Banks gar nicht gelegen. Sohn Michael weigert sich, sein Geld auf ein Konto zu bringen. Er möchte davon lieber der armen Vogelfrau etwas Vogelfutter abkaufen. Daraufhin kommt es zum Tumult, und Mr. Banks verliert seinen Job. Doch am Ende wird alles gut, denn dank Mary Poppins hat der strenge Mr. Banks gelernt, dass Erfolg und Disziplin nicht alles sind.

Die kleinsten Bühnenstars, gerade einmal drei bis vier Jahre alt, debütierten als Hasen im Park. Die größeren Ballettschülerinnen brachten die Szenen in Kinderzimmer, im Park und im Zoo zum Leben. Auch modernere Tänze wurden gezeigt, besonders begeisterten die HipHop-Tanzenden „Inderinnen“ das Publikum. Aber auch die Schornsteinfeger, welche die einzige aus Jungen bestehende Gruppe waren, bekamen für ihre HipHop-Einlage viel Applaus. Am Ende bekamen alle 190 Eleven von den begeisterten Zuschauern stehende Ovationen – die sich die Solistinnen wie Formationstänzerinnen und -tänzer wirklich verdient hatten.

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