Martina Kempff stellt ihr Krimidebüt vor

Von: Annika Kasties
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Eifel-Krimi statt Historienroman: Martina Kempff stellt ihr neues Buch „Einkehr zum tödlichen Foto: Kurt Bauer

Aachen. Eine Leiche zum Frühstück. Das hat Katja Klein gerade noch gefehlt. Dabei bevorzugt die füllige Ex-Modejournalistin eindeutig Schokoladentorte. Daran kann auch die gute Eifelluft nichts ändern. Dass es sich bei dem schmuddeligen Toten zudem um ihren Halbbruder handelt, verkompliziert die Sache erheblich.

Das erste Kennenlernen hatte sich Katja jedenfalls lebhafter vorgestellt.

Umso beschwingter gestaltet sich Martina Kempffs Krimidebüt „Einkehr zum tödlichen Frieden”, für das sich die Autorin, freie Journalistin und Übersetzerin auf heimisches Gebiet begab.

Bekannt für ihre historischen Romane wie „Die Königsmacherin”, „Die Beutefrau” und „Die Welfenkaiserin” wählte sie nicht nur die Gegenwart, sondern auch ihren derzeitigen Wohnort, den Eifeler Grenzort Kehr, für den Schauplatz ihrer schaurig schönen und gleichermaßen fröhlichen Kriminalgeschichte.

Obwohl ihr die Idee für einen Eifelkrimi schon mit ihrem Umzug vor sieben Jahren kam, ist Kempff froh, dass sich dieser Wunsch erst jetzt realisierte.

Denn gerade die kleinen Besonderheiten der Eifel und ihrer Bewohner, deren lockere Beschreibung den Roman so liebenswert machen, mussten von der Autorin erst eingeatmet werden, um nicht nur sie selber, sondern auch ihre Leser zu erheitern.

„Mit einem Eifelkrimi hat Martina Kempff große Fußstapfen zu füllen”, betonte Walter Vennen, der sich freute die ehemalige Redakteurin für die Premierenlesung ihres Romans in seiner Buchhandlung Schmetz am Dom begrüßen zu dürfen.

Den Schritt von Mittelaltergeschichten zum Gegenwartsroman beschreibt Kempff als einen „Ausflug, der Riesenspaß gemacht hat und eine kleine Erholung war.”

Denn anstatt sich in dunklen Archiven aufzuhalten, konnte sie für ihre Recherche einen gesünderen Weg einschlagen, einfach vor die Tür gehen und mit ihren Nachbarn sprechen.

Eine Erwähnung Karls des Großen habe sie sich dennoch nicht verkneifen können, gab die Autorin schmunzelnd zu. Sollte ihr Krimi auf positive Resonanz treffen, möchte sie die Geschichte um Katja Klein gerne in weiteren Romanen fortführen.

Martina Kempffs Krimidebüt ist wie ihre anderen Bücher im Piper Verlag, München 2009, erschienen.
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