Martin-Luther-King-Schule: Ein ganz persönlicher Schutzraum

Von: Svenja Pesch
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„Weidenprojekt“ an der Martin-Luther-King-Schule: Kunsttherapeutin Petra Vogt und Waldpädagogin Kirsten Evenschor freuen sich mit den Schülern über den neuen Natur-Pavillon. Foto: Kurt Bauer

Aachen. Die Kälte kann den Schülern der Martin-Luther-King-Schule nichts anhaben. Für ihren ganz persönlichen Schutzraum nehmen sie das Arbeiten bei Temperaturen um den Gefrierpunkt gerne in Kauf. Und spätestens im Frühling erstrahlen die noch kahlen Weidenäste in sattem Grün.

Das Weidenbau-Projekt, welches im Rahmen einer Spende an den Verein „Stadtoasen“ realisiert werden konnte, gibt den 65 Schülern die Möglichkeit, mit Mitteln aus der Natur etwas Neues zu schaffen.

Besondere Eigenschaften

Begleitet wurde das Projekt, das innerhalb von fünf Tagen fertiggestellt wurde, von Waldpädagogin Kirsten Evenschor sowie von Petra Vogt, pädagogische Kunsttherapeutin an der Martin-Luther King Schule. „Weiden haben die tollen Eigenschaften, dass sie nicht auseinanderbrechen und zum Baum werden, wenn man den Ast in die Erde verpflanzt“, erzählt Kirsten Evenschor.

Doch nicht nur die Qualität der Weiden ist von Vorteil, vor allem das gemeinsame Arbeiten der Jugendlichen steht im Fokus, wie Petra Vogt weiß: „Dadurch, dass die Schüler den Weiden-Pavillon selbst angefertigt haben, haben sie einen Bezug dazu entwickelt. Es ist etwas, mit dem sie sich identifizieren können und was sie als schützenswert erachten. Hinzu kommt, dass viele der Teilnehmer oftmals keinen großen Bezug zur Natur hatten, was sie hierdurch ändern konnten.“ Der Pavillon, der einen Durchmesser von fünf Metern hat, soll im Laufe des Jahres noch etwas „wohnlicher“ gestaltet werden.

Denn in Anbetracht der Neugestaltung des gesamten Schulhofes, soll sich auch dieses Projekt perfekt in das Gesamtbild fügen. Bereits im letzten Jahr konnten im Rahmen der „Sozialen Stadt Aachen Nord“ mehrere Maßnahmen – beispielsweise das Erneuern der Sportplätze, ein Graffiti-Schriftzug am Eingang oder neue Spielelemente – realisiert werden. Doch das Arbeiten mit Weiden, bei dem auch die offene Tür „King´s Club“ beteiligt war, ist für die Schüler etwas Besonderes.

Vandalismus vorbeugen

Vandalismus, da sind sich Vogt und Evenschor sicher, wird es hier nicht geben, da die Teilnehmer stets ein wachsames Auge haben und sichtlich stolz sind, auf das, was sie geschaffen haben. Jetzt muss es nur noch etwas wärmer werden, damit das Grün der Äste einmal mehr Schutz bietet und den Pavillon in einen gemütlichen Aufenthaltsort verwandelt.

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