Aachen - Marodes Pflaster und andere Stolpersteine in der Pontstraße

Marodes Pflaster und andere Stolpersteine in der Pontstraße

Von: hst
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Aachen. Die Sitzung begann mit einem dicken Hund. Das symbolische mollige Stofftier überreichte Bezirksvorsteher Achim Ferrari dem Bezirksverwaltungs-Geschäftsführer Gerd Dupont als „Auszeichnung” für einen „ziemlichen Lapsus der Verwaltung”.

Die Einladungen für die letzte Sitzung der Bezirksvertretung Aachen-Mitte in diesem Jahr waren zwar vorschriftsmäßig und fristgerecht an alle möglichen Menschen versandt worden - nur nicht an die Mitglieder der Bezirksvertretung selbst. Die akzeptierten die verkürzte Ladefrist jedoch einstimmig, so dass die Sitzung normal und ohne rechtliches Nachspiel über die Bühne gehen konnte.

Dabei stand die Situation in der Pontstraße im Mittelpunkt der Diskussion. Kaputtes Pflaster und tief ausgewaschene Fugen hätten nicht nur zu abgebrochenen Absätzen, sondern auch zu Stürzen und Verletzungen älterer Bürger geführt, so die Beschwerden. „Aus meiner Sicht ist das heute kein verkehrssicherer Raum mehr”, klagte etwa Hans Heiner März (SPD).

Doch wie bereits im September 2008 im Verkehrsausschuss beschlossen und an einigen Stellen auch bereits geschehen, können die Pflasterflächen nur ausgebessert und neu eingefugt werden. Eine vollständige Neugestaltung der Straßendecke in der Pontstraße ist aufgrund der 25jährigen Bindungsfrist von Zuschüssen noch bis 2017 ausgeschlossen. Nur wenn die gesamte Straße wegen Kanalbauarbeiten aufgerissen werden müsste, könnte die Stadt neues Pflaster verlegen lassen.

Die Stawag sehe jedoch zurzeit keine Notwendigkeit für eine solche Maßnahme, betonte Regina Poth vom Fachbereich Stadtentwicklung und Verkehrsanlagen. So beschloss die Bezirksvertretung einstimmig, die Pflasterausbesserungen auch im kommenden Jahr nicht nur im Bereich Markt, Pontstraße und Katschhof, sondern unter anderem auch am Burtscheider Markt/Kapellenstraße und am Mühlenberg fortzuführen.

Für Dr. Hubert Klöcker gehen die Probleme in der Pontstraße jedoch noch weit über das marode Pflaster hinaus. „Da werden Tische und Stühle rausgestellt und auch noch Passantenstopper, so dass der ganze Gehweg einfach zu ist”, erregte sich der Sprecher des Seniorenbeirats für den Bezirk Hochschulviertel. Zwar gebe es eine Satzung, die das Zustellen verbietet, „aber kontrolliert wird das nicht.” Bei einer Ortsbegehung wollen sich Vertreter der Fraktionen und der Verwaltung nun ein Bild von dieser Lage machen.

Ebenfalls Thema war der Bebauungsplan für den Bereich des alten Tivoli zwischen Emma- und Krefelder Straße. Die Bezirksvertretung stimmte für das Konzept (die AZ berichtete). Der Bebauungsplan wird demnach auf Grundlage der Planungsvariante „Grüne Mitte” erstellt.
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