Aachen - Marktschule: Dritte Eingangsklasse soll im Sommer kommen

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Marktschule: Dritte Eingangsklasse soll im Sommer kommen

Von: sh
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Kommt die dritte Eingangsklasse? Die Marktschule Brand hat sich dafür entschieden. Nun ist die Politik am Zug. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Vehement haben zahlreiche Eltern vor einigen Wochen eine dritte Eingangsklasse an der Marktschule Brand gefordert. Nun deutet alles darauf hin, dass diese ab dem Sommer auch kommt. Im Schulausschuss am 13. Februar steht ein entsprechender Antrag auf der Agenda. Dass er von der Politik mehrheitlich abgesegnet wird, gilt als sehr wahrscheinlich.

 Bei vielen anderen Baustellen in der Stadt will man vier Monate vor der Kommunalwahl in Sachen Schulpolitik keine (potenziellen) Wähler verärgern. Daher soll die Eingangsklasse zum Schuljahr 2014/15 kommen. „Als Ausnahmeregelung für diesen Jahrgang“, wie Peter Tillmanns, schulpolitischer Sprecher der CDU, betont. Doch alle Probleme dürften damit nicht vom Tisch sein.

Denn große Sorgen bereitet vor allem die Versorgung mit ausreichend OGS-Plätzen. Insgesamt 78 Neuanmeldungen hatte es bis Anfang Dezember an der Marktschule gegeben – bei offiziell 56 Plätzen in zwei Klassen. Von diesen 78 wurden 68 Kinder auch für den Offenen Ganztag angemeldet, wie Rektorin Gaby Werner-Aretz gestern auf AZ-Anfrage mitteilte. „Wie wir das stemmen können, weiß ich bisher noch nicht“, so Werner-Aretz. Gespräche zwischen Schulamt, Schulleitung und dem Verein Betreute Schulen als OGS-Träger vor Ort laufen auf Hochtouren.

Schon jetzt ist die Marktschule als OGS-Schule sehr stark gefragt. 153 Kinder – und somit rund zwei Drittel aller Schüler – sind in der Über-Mittag-Betreuung inklusive Verpflegung untergebracht. Die anderen beiden Grundschulen im bei jungen Familien beliebten Stadtteil – Karl-Kuck und Brander Feld – bieten bisher keinen Offenen Ganztag an. Ein Grund dafür, dass es solch einen Run auf die Marktschule gibt.

Positive Signale

„Wir werden voraussichtlich dem Antrag zustimmen“, sagte gestern SPD-Schulexperte Bernd Krott. In Sachen OGS müsse eine Lösung gefunden werden – im Sinne der Kinder und Eltern. Tillmanns betont ausdrücklich, dass es sich um eine Ausnahmeregelung handelt. Den Schulentwicklungsplan, in dem bis 2018 festgelegt ist, wie viele Klassen die Grundschulen einrichten dürfen, möchte der CDU-Politiker nicht aufbrechen.

Anfang Dezember 2013 gab die Verwaltung bekannt, dass frühestens im April verkündet werden kann, welche 1. Klassen der 38 städtischen Grundschulen die über 2100 Aachener i-Dötzchen besuchen können.

Grund hierfür ist vor allem die Herausforderung Inklusion. Behinderte Kinder haben ab Sommer 2014 einen Rechtsanspruch darauf, am Unterricht in Regelschulen teilzunehmen. Dies zögert die Anmeldeprozedur hinaus. Seitdem herrscht bei vielen Eltern Verunsicherung, da sie erst drei Monate später als in den Jahren zuvor erfahren, auf welche Schule ihr Kind gehen kann.

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