Aachen - Marie und Maximilian mögen Aachener Eltern am allerliebsten

Marie und Maximilian mögen Aachener Eltern am allerliebsten

Von: Robert Esser
Letzte Aktualisierung:
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Aachen. Marie und Maximilian lauten die beliebtesten Baby-Namen unter den insgesamt 2629 Neugeborenen des Jahres 2008 in Aachen. Rekordverdächtige 56 Maries verzeichnet das Standesamt, gefolgt von der Vorjahresspitzenreiterin Sophie (42) und der Vorjahresdritten Maria (32).

Auf den Plätzen folgen Anna (24), Charlotte, Leonie (je 22), Katharina, Lena (je 19), Lara und Laura (18). Den tiefsten Absturz innerhalb eines Jahres erlebte der Mädchenname Johanna von Platz 5 auf 22 der Beliebtheitsskala.

„Nicht nur bei den Mädchen scheinen die Aachener ganz andere Vorlieben zu haben als der Rest der Bundesrepublik”, sagt der Leiter des Standesamts, Lothar Linden. Deutschlandweit liegen nämlich Hanna/h, Leoni/e, Lena, Mia und Lea/h sowie Leon, Luca/s, Luca, Tim und Finn auf den ersten fünf Plätzen.

Die meisten 2008 geborenen Öcher Jungs sollen hingegen auf den Namen Maximilian (35) hören - hinzu kommen noch zehn Buben mit der Kurzform Max. Ebenfalls zehn kaiserstädtische Elterpaare entschieden sich übrigens für die Namen Karl, Finn, Johann und Louis auf den Rängen 26 bis 30. Karl schafft es dagegen in der bundesweiten Statistik kaum unter die Top 100.

Wesentlich gefragter sind in Aachen die Plätze 2 bis 10: Alexander (33), Jan (28), Felix (27), Luca (26), Paul (24), Julian, Simon ( je 22), Jakob und Leon (je 20). Auffällig ist, dass die Renaissance traditioneller und religiös geprägter Namen anhält: Elisabeth (Platz 14), Julia (19), David (13), Elias (14), Lukas (15) und Noah (16) gehören in diese Kategorie.

„Es gibt immer wieder Modeerscheinungen”, erklärt der Standesamts-Chef. „Im Jahr der Papstwahl schoss der Name Benedikt plötzlich weit nach oben. Aber das war nur von kurzer Dauer.”

Ein anderer Trend, der andauert: Fast jedes zweite Kind erhielt 2008 gleich mehrere Vornamen. Knapp 42 Prozent der neuen Erdenbürger (1052) tragen zwei, fünf Prozent drei und immerhin 0,8 Prozent mehr als drei Vornamen.

Abstruse Fantasienamen kommen den Aachener Standesbeamten indes selten unter. Deutlich problematischer: Ein Drittel der Eltern in Aachen sind mittlerweile ausländischer Herkunft: „Bei Unsicherheiten greifen wir regelmäßig auch zu kurdischen und arabischen Namensbüchern”, sagt Linden.

Letzte vorgerichtliche Instanz des Aachener Standesamts bei Streitigkeiten um die Namensgebung ist übrigens die Gesellschaft für Namenskunde an der Hochschule in Leipzig. Die nennt unter der Hotline 0900/1887735 ihre wissenschaftliche Sicht der Dinge. Und das - natürlich - beim Namen...
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