Maria-Montessori-Gesamtschule bewinnt bei „DenkT@g

Von: Tim Habicht
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Aachener Preisträger des bundesweiten Jugendwettbewerbs „DenkT@g“: (von links) Projektlehrer Thomas Schulte, Lino Bergs, Natalie Keßel und Schulleiterin Irmgard Braun von der Maria-Montessori-Gesamtschule mit einem Model einer Baracke aus Auschwitz. Foto: Andreas Steindl
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Preisverleihung der Konrad-Adenauer-Stiftung in Berlin: Die Schüler der Jahrgangsstufe 12, die den 2. Platz beim Wettbewerb „DenkT@g“ gewonnen haben, freuen sich über die Auszeichnung. Repro: Andreas Steindl

Aachen. Vor einiger Zeit wurde an den Tag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau gedacht. Ein Gedenktag, der noch immer Fassungslosigkeit auslöst. Die Geschehnisse während der NS-Zeit und insbesondere in den Vernichtungslagern sind nicht zu verstehen. Nichtsdestotrotz ist es äußerst wichtig, sich mit diesem Thema auseinander zu setzen. Der bundesweite Jugendwettbewerb „DenkT@g“, mit dem die Konrad-Adenauer-Stiftung seit 2001 junge Menschen zur Auseinandersetzung mit NS-Diktatur, aber auch mit aktuellen Fragen von Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit, Intoleranz und Gewalt aufruft, dient als solche Auseinandersetzung.

Seit vier Jahren reist jeweils die elfte Klasse der Maria-Montessori-Gesamtschule nach Auschwitz. Dabei wohnen die Schülerinnen und Schüler in unmittelbarer Nähe zum ehemaligen Konzentrationslager. Diese vier Tage sind völlig freiwillig, es geht nicht um gute Noten, sondern um den Versuch, etwas Unfassbares fassbar zu machen. Im Rahmen der viertägigen Fahrt werden auch Texte, Videos oder Handarbeiten angefertigt. In diesem Jahr entstand eine Website, auf der das ganze Material gesammelt und präsentiert wird. Außerdem wurde das Modell einer Holzbaracke gebaut. Mit dieser Website hat man sich beim Jugendwettbewerb „DenkT@g“ beworben und damit den zweiten Platz erreicht.

„Wir haben erstmal vor Ort einfach nur für uns gearbeitet und versucht, uns das Thema zu erschließen. Dann haben wir allerdings durch diesen Wettbewerb die Möglichkeit bekommen, unsere Ergebnisse einer breiteren Öffentlichkeit zu präsentieren“, beschreibt der Projekt-Betreuer Thomas Schulte die Vorgehensweise. 19 Schülerinnen und Schüler der elften Klasse nahmen am Projekt „Es ist schwer von Auschwitz zu erzählen...“ teil. Jeder hat diverse Aufgaben übernommen und sich in großer Eigeninitiative mit dem Thema NS-Zeit und Holocaust auseinander gesetzt.

„Das Projekt hat meine volle Unterstützung und reiht sich in eine Reihe vielfältiger Schulprojekte ein, die ab dem sechsten Schuljahr an unserer Schule beginnen. Es ist sehr wichtig, sich mit der NS-Zeit auseinander zu setzen und über das Vergangene kritisch zu reflektieren“, erklärt Schulleiterin Irmgard Braun. Jahr für Jahr nehmen mehr Schülerinnen und Schüler an der Exkursion nach Auschwitz teil. Das Interesse und vor allem das Bedürfnis nach Antworten fesselt alle Teilnehmer.

Lino Bergs und Natalie Keßel sind inzwischen in der Jahrgangsstufe zwölf. Beide waren aber aktiv bei der Gestaltung der Website und damit auch am großartigen Erfolg der Maria-Montessori-Gesamtschule beim Jugendwettbewerb beteiligt. Sie zeigen sich vom Erlebten und Gesehenen sichtlich betroffen: „Man kennt zwar die Zahlen der Opfer und weiß ungefähr, was da alles passiert ist. Aber das Ganze irgendwie zu realisieren ist einfach unglaublich schwer. Es war schon ein komisches Gefühl durch das Lager zu gehen.“ Sowohl Lino als auch Natalie fehlt es an Worten. Aber beide müssen auch gar nicht so viel sagen. Dafür sprechen die Inhalte auf der Website „Es ist schwer von Auschwitz zu erzählen...“ für sich.

http://www.denktag.de/vonauschwitz

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