Aachen - Margarete-Eichholz-Heim feiert 50-jähriges Bestehen

Margarete-Eichholz-Heim feiert 50-jähriges Bestehen

Von: Nina Krüsmann
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Leistet seit 50 Jahren einen wichtigen Beitrag zum sozialen Leben: das Margarete-Eichholz-Heim der Aachener Diakonie. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Als ein „bemerkenswertes protestantisches Lebenszeichen“ bezeichnet der Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Hans-Peter Bruckhoff den Verein für Diakonie als Träger des Margarethe-Eichholz-Heimes. „Lasset die Wurzeln unseres Handelns Liebe sein – Wir wollen, dass Sie sich wohlfühlen“ lautet seit fünf Jahrzehnten das Motto dieses Aachener Altenpflegeheimes.

Bei einem Gottesdienst in der Annakirche und anschließendem Empfang im Haus der Evangelischen Kirche hörten die Jubiläumsgäste viele Gedanken über diakonisches Handeln. Und vor allem erlebten sie, wie das schriftliche Leitbild des Seniorenheims an der Wichernstraße im Alltag mit Leben gefüllt wird. Nach dem von Pfarrer Armin Drack zelebrierten Gottesdienst betonte Prof. Edeltraut Vomberg, Dezernentin der Städteregion Aachen für den Bereich Gesundheit und Soziales, wie wichtig der Beitrag der Einrichtung für das soziale Leben in der Stadt sei. Dringend benötige man weitere Einrichtungen dieser Art.

Der stellvertretende Superintendent Pfarrer Martin Obrikat erklärte, was im Zusammenhang mit der Arbeit im Altenpflegeheim „diakonisches Handeln“ bedeutet. Geschäftsführerin Sarah Harig zeigte Fotos von verschiedenen Aktivitäten mit den Bewohnern, von Ausflügen, für die der große ehrenamtliche Einsatz vieler Helfer, zum Beispiel der Rollstuhlfahrer-Betreuer, unersetzlich ist.

Das Margarethe-Eichholz-Heim wurde im Dezember 1967 eröffnet. Den Trägerverein hatten evangelische Bürger Aachens nach dem Zweiten Weltkrieg gegründet. Das viergeschossige Gebaude hatte neben den 60 Heimplatzen in drei Geschossen eine vierte Station fur 21 pflegebedurftige Bewohner.

Wie Drack im Gottesdienst herausstellte, geht es im Heim um einen respektvollen Umgang mit den Bewohnern in dem Bewusstsein, dass jeder ein Geschöpf Gottes ist und seine eigene Würde hat. Im Verein für Diakonie arbeitet die Vorsitzende Heide Flachskampf-Hagemann mit den Vorstandsmitgliedern Dr. Armin Bratz und Harald Lange zusammen. „Natürlich hat sich in den 50 Jahren vieles geändert. Gesellschaftliche Entwicklungen und gesetzliche Vorschriften erforderten viel Anpassung und Vorausschau. Die Lebenserwartung ist gestiegen, die Menschen kommen viel später ins Heim und haben dann häufig unter Einschränkungen zu leiden“, erklärt sie.

Wintergärten in jedem Flur

Um den neuen Anforderungen Rechnung zu tragen, wurde das Heim in ein Altenpflegeheim umgewandelt. Die Anforderungen an Bau und Betrieb von Pflegeheimen stiegen im Laufe der Zeit. So mussten bauliche Veränderungen vorgenommen und Abläufe geändert werden. Heute hat das Haus 73 Plätze. Wintergärten in jedem Flur und ein Cafe mit wunderbarer Aussicht über die Stadt sind Pluspunkte, was das Wohlbefinden betrifft.

Da heute rund 70 Prozent der Bewohner unter Formen von Demenz leiden, gibt es viele spezielle Aktivitäten, unter anderem mit dem benachbarten Kindergarten und Haustieren. Nächstes Jahr bekommt das Haus einen eigenen Hund. Als christliches Haus bietet das Margarethe-Eichholz-Heim auch regelmäßig evangelische und katholische Gottesdienste an. Und mit dem „Kaleidoskop“ gibt es auch eine Heimzeitung, die ihren Lesern in der nächsten Ausgabe ein en Sonderteil präsentiert – natürlich zum 50-jährigen Bestehen des Hauses.

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