Manche bezwingen den Lousberg sogar im Boot

Von: Peter Schopp
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Sportives Spektakel rund um Aachens schönsten Gipfel: Rund 2000 Teilnehmer zählten die Organisatoren beim Lousberglauf. Schon nach 18 Minuten erreichte wieder einmal Mussa Hudrog als Erster das Ziel. Foto: Andreas Steindl
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Lauffest als Drachenfest: Viele Teilnehmer strapazierten die Piste mit witzigen Ideen – zum Beispiel als furchterregendes Ungetüm. Foto: Andreas Steindl

Aachen. So kalt war es nun wirklich nicht beim 26. Lousberglauf am Mittwochabend. Dennoch bewältigte das Ski-Team der RWTH den „Teufelsberg“ in voller Skiausrüstung, quasi mit Ski, Charme und Mütze. Einige liefen als Ritter oder wilde Tiere verkleidet, andere trugen einen Drachen über die Strecke.

Der größten Herausforderung stellte sich aber eine Gruppe, die als Ruderbootbesatzung (mit Steuerfrau) die 5555 Meter rückwärts laufend bewältigte...

„Aktionen wie diese machen den Reiz unserer Veranstaltung aus“, schwärmte Peter Lynen, Leiter des Hochschulsportzentrums, „der Lousberglauf ist eben Kult in der Szene!“ Wer ab 18 Uhr vor Ort war, konnte miterleben, was das bedeutet. Ein nicht enden wollender Menschenstrom aus Athleten und Zuschauern strömte in die Rütscherstraße zum Start- und Zielbereich vor den Studententürmen. „Rund um die Türme hat vor mehr als 30 Jahren alles angefangen“, schwelgte Steffen Huppertz, Hauptkoordinator der Wohnanlage, in Erinnerungen. Die Idee zum sportlichen Wettkampf war gelegt, und daraus entstand dann der vor 26 Jahren erstmalig in seiner heutigen Form ausgetragene Lousberglauf.

Bürgermeisterin Hilde Scheidt, Professor Dr. Rudolf Mathar, RWTH-Prorektor für Forschung und Struktur, und Professor Dr. Michael Wulf, Prorektor für Planung und Finanzen der Fachhochschule Aachen, waren sich einig: „Der Lousberglauf schafft Verbindung zwischen den Studenten und der Stadt, in toller Atmosphäre wird hier ein Aushängeschild für Stadt und Hochschule weit über die Stadtgrenzen hinausgetragen.“

Das Wetter spielte schließlich auch wieder mit. Pünktlich um 19 Uhr strahlte die Sonne auf das Starterfeld. In zwei Gruppen wurden die rund 2000 Läufer von Mathar auf die Reise geschickt. Wer dann auf die Idee kam, sich am Bierwagen noch mit Getränken zu versorgen, oder mit einem Würstchen liebäugelte, der musste sich beeilen. Knapp 18 Minuten nach dem Start sprintete Mussa Hudrog als Erster den Zielhang hinunter. Hinter ihm ein schier unendliches Gewusel um die Plätze. Nachdem alle Läufer im Ziel waren, stand zusätzlich fest: Das RWTH-Team hatte sich auch in diesem Jahr den Gesamtsieg beim Unilauf-Cup vor dem Team der Hochschule Köln gesichert.

Das war der Moment, in dem die über 200 Helfer wieder aktiv werden mussten. „Es ist unser Ding“, stellte Steffen Huppertz noch einmal klar. In jedem Jahr würden die Bewohner der Türme unglaublich viel Arbeit und Engagement in diesen Lauf stecken. „Wir müssen zwar an jede Tür klopfen, aber dann sind doch wieder alle mit dabei“, zeigte er sich stolz auf „seine“ Studentinnen und Studenten. Darüber hinaus sei diese Zusammenarbeit außerhalb des Studienalltags für viele der Anreiz, immer wieder mitzumachen. Muss ja nicht rückwärts und im Ruderboot sein.

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