Malteser übergibt Notfallrucksack an neugegründeten Schulsanitätsdienst

Von: Jessica Jumpertz
Letzte Aktualisierung:
11135417.jpg
Die Alkuinschule gründet einen Schulsanitätsdienst: Zum offiziellen Start gab es einen Notfallrucksack von den Maltesern. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Verantwortung übernehmen und im Notfall sofort anderen Schülern helfen – dazu haben sich 14 Schüler der Alkuinschule bereit erklärt. Die Schüler und Schülerinnen sind die ersten Teilnehmer am neugegründeten Schulsanitätsdienst.

Niklas Schartmann, Leiter des Schulsanitätsdienstes Malteser Aachen, überreichte den Schülern einen Notfallrucksack.

Der Schulsanitätsdienst ist als AG in der Schule angelaufen. Die hohe Anzahl der Teilnehmer gewährleistet, dass die Schüler normal am Unterricht teilnehmen können. Der Sanitätsdienst der Schüler ist nämlich in verschiedene Schichten aufgeteilt – zwei Schüler bleiben in den Pausen im Sanitätsraum, zwei weitere Schüler tragen Armbinden und sind in den Pausen auf dem Schulhof ansprechbar.

Die Sanitäter, die sich auf dem Schulhof befinden, sind nicht nur ansprechbar für die anderen Schüler. Sie begleiten sie auch zum Sanitätsraum und nehmen im Notfall den Rettungswagen in Empfang. Außerdem wird die Schule zwei Prepaidhandys an die Schulsanitäter geben, die gerade Dienst haben. „Sie sind dann tagsüber während des Dienstes ständig erreichbar“, erklärte Klaus Thon, Betreuungslehrer des Schulsanitätsdienstes.

Nach 16 Stunden Ausbildung sind die Schüler nun ausgebildete Ersthelfer. Und nicht nur das: die Schüler haben sogar sieben Stunden mehr absolviert, als man für einen normalen Erste-Hilfe-Kurs braucht. Außerdem nehmen die Schulsanitäter an Fortbildungen mit praktischen Übungen teil, die auch Fallbeispiele enthalten.

Die Schüler hatten alle ihre eigenen Gründe, warum sie an dem Schulsanitätsdienst teilnehmen wollten. „Ich helfe gerne anderen Menschen“, erzählte Natascha Pütz. „Ich denke, es wird auch schwierige Situationen geben, aber wir werden ja fortgebildet.“ Außerdem werden die Schulsanitäter natürlich von ihrem Betreuungslehrer unterstützt. Tim Wende hatte einen anderen Grund für seine Teilnahme – er will seiner Familie und seinem Umfeld helfen können, wenn etwas passiert.

„Am Anfang waren die Schüler natürlich unsicher“, erzählte Schartmann. „Aber während der Ausbildung werden sie sicherer.“ Ziel ist natürlich auch, dass die Hemmschwelle, im Alltag bei einem Notfall zu helfen, sinkt. „Der Schulsanitätsdienst ist ein sehr erfolgreiches Konzept“, erklärte Schartmann. „Wir haben bisher keine negativen Erfahrungen gemacht.“ Die Schulsanitäter helfen aber nicht nur anderen Schülern, sondern unterstützen auch die Lehrkräfte.

Die Alkuinschule ist die zweite Schule in Aachen, die einen Schulsanitätsdienst in Zusammenarbeit mit den Maltesern einrichtet. Momentan absolvieren bereits die Schüler und Schülerinnen einer dritten Schule die Ausbildung zum Schulsanitäter.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert