Aachen - Mahnwache gegen das Morden und die Gleichgültigkeit

Mahnwache gegen das Morden und die Gleichgültigkeit

Von: os
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Stummer Protest: Knapp 100 Syrer, unter ihnen viele Flüchtlinge, demonstrierten am Mittwochmittag am Elisenbrunnen gegen den Krieg in ihrer Heimat. Foto: Harald Krömer

Aachen. Sie bilden eine lange Menschenkette vor dem Elisenbrunnen und halten Transparente in die Höhe. „Assad ist ein Kriegsverbrecher“ steht auf einem der Banner, „Assad brennt Aleppo nieder“ auf einem anderen. „Ruhe in Frieden“ hat einer auf eine kleine Leinwand gemalt, „Wir sterben und die Menschlichkeit mit uns“, prangert ein anderes Plakat an.

Knapp 100 Menschen demonstrieren am Mittwochmittag mitten in der Aachener Innenstadt gegen das fortwährende Morden in der syrischen Stadt Aleppo, das trotz eines zuvor ausgehandelten Waffenstillstands auch an diesem Tag anhält.

Die meisten der Teilnehmer sind Syrer, viele von ihnen haben als Flüchtlinge in Deutschland Zuflucht gefunden. Jetzt stehen sie vor dem Elisenbrunnen, anklagend und zumeist schweigend. Es ertönen keine Sprechchöre, keine Parolen. Es ist kein lauter Protest, sondern eine leise Mahnwache, nur ab und zu unterbrochen, wenn einzelne Teilnehmer mit Passanten diskutieren.

Denn die Klage richtet sich nicht nur gegen den syrischen Machthaber. Vor der Menschenkette knien vier Personen, mit verbundenen Augen und Namensschildern: Deutschland steht darauf, die EU, die Weltgemeinschaft und die Vereinten Nationen. „Wir protestieren nicht nur dagegen, dass das syrische Volk, das um seine Freiheit kämpft, von Assad als Terroristen abgestempelt wird, sondern auch gegen die Gleichgültigkeit in aller Welt“, sagt der Organisator der Demo, Mohamad Harkal. Und genau das sagt auch eines der vielen Plakate. „Keine Sorge“, steht darauf, „ihr werdet bald keine grausamen Bilder und Videos mehr aus Aleppo erhalten.“

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