Mahnwache für die Opfer von Orlando am Aachener Markt

Von: Janina Schellartz
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Rathaus Regenbogenflagge Regenbogen Aachen Symbol Foto: jas
Am Donnerstagabend wehte die Regenbogenflagge, ein Symbol für die LSBT-Gemeinschaft (lesbisch, schwul, bisexuell, trans*), vor dem Aachener Rathaus. Foto: jas

Aachen. Nach der bisher schlimmsten Bluttat eines Todesschützen in der Geschichte der USA in einem Szeneclub für Schwule, Lesben, Bisexuelle und Transgender in Orlando am vergangenen Wochenende fand am Donnerstagabend eine Mahnwache auf dem Aachener Markt statt. Dabei wurde der 49 Todesopfer und der 53 Verletzten gedacht.

Nur rund einen Monat nach der Demonstration zum Internationalen Tag gegen Homophobie, Biphobie, Interphobie und Transphobie (IDAHOBIT*), bei dem mehrere Hundert Menschen durch die Aachener Innenstadt zogen um ein Zeichen gegen Hass zu setzen, lud das Queerreferat an den Aachener Hochschulen e.V. erneut zu einer Versammlung am Aachener Markt ein.

Dieses Mal war der Anlass jedoch von Trauer geprägt, da gemeinsam an die Opfer des Massakers im Schwulen- und Lesbenclub Pulse in Orlando erinnert wurde. Der Einladung folgten schließlich mehr als 100 Menschen, die um 19 Uhr auf dem Markt gemeinsam Kerzen entzündeten und mit Regenboggenflaggen ein Zeichen gegen Homophobie und Gewalt setzten.

49 Kerzen, eine für jedes Todesopfer des Anschlags, wurden auf einer Regenbogenflagge niedergelegt. Olesja Zimmer, eine Vorsitzende des Queerreferats, hielt eine Rede, in der sie für mehr Toleranz und Solidarität plädierte. Gleich zu Beginn machte sie dabei deutlich, dass die Opfer im Mittelpunkt der Mahnwache stehen sollen und nicht der Täter und seine etwaigen Motive. Im Anschluss wurden die Namen der Toten vorgetragen und eine Schweigeminute gehalten.

Am Freitagmorgen bedankte sich das Queerreferat bei den zahlreichen Teilnehmern der Mahnwache.

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