Brand - „Mädchen mittendrin“: Nicht nur Sportlichkeit wird gefördert

„Mädchen mittendrin“: Nicht nur Sportlichkeit wird gefördert

Von: Svenja Pesch
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Neu am Start bei „Mittendrin“: Auch die Schülerinnen der KGS Driescher Hof lassen nun die Bälle im gleichnamigen Projekt rollen. Foto: Kurt Bauer

Brand. Mittendrin statt nur dabei – getreu dem Motto hat Aachen nun zwei weitere Grundschulen für das Projekt „Mädchen mittendrin – mehr Chancen für Mädchen durch Fußball“ begeistern können. Neben der KGS Barbarastraße, den Grundschulen Mataréstraße, Düppelstraße und Passstraße sind auch die KGS Bildchen und die GGS Driescher Hof offiziell in das Konzept aufgenommen worden.

Seit 2009 ist die Kampagne in 20 Städten NRW-weit vertreten und verfolgt das Ziel, Mädchen durch Fußball zu stärken und die Integration zu fördern. Dabei bilden die vier Bausteine „Mädchenfußball-AGs“, „Fußballassistentinnenausbildung“, „Mädchenfußballturniere“ und „Mädchenfußball-Camps“ eine wichtige Basis, um die Nachhaltigkeit garantieren zu können.

Bezuschusst durch die Stadt Aachen, das NRW-Ministerium und dank Eigenmitteln lernen die Schüler der ersten bis vierten Klasse, was es heißt, sprichwörtlich am Ball zu bleiben. Bürgermeisterin Hilde Scheidt, betont, wie wichtig es ist, besonders Mädchen zu fördern: „Es spielt keine Rolle, woher die Mädchen kommen und welchen sozialen Hintergrund sie haben. Dass sie gemeinsam Sport machen, ist wichtig. Umso notwendiger ist es, dass die Landesregierung die Fördermittel gewährleistet, denn solche Projekte brauchen wir.“

Sylvia Wilbrink ist Leiterin der KGS Bildchen. „Mädchen mittendrin“ füllt für sie ganz klar die Lücke, die im Schulalltag so nicht geschlossen werden konnte: „An unserer Schule lernen Schüler aus 32 Nationen. Der Migrationsanteil ist also enorm hoch. Wir fördern sowohl Jungen als auch Mädchen separat. Durch das Fußballspielen werden die Mädels in ihrem Selbstbewusstsein gestärkt, und sie lernen, in einer Mannschaft zu spielen. Wer dabei aus welchem Land kommt, spielt keine Rolle.“

Vor wenigen Tagen beobachtete Wilbrink auf dem Schulhof, dass die Mädchen, die sonst eher schüchtern waren, sogar mit den Jungs zusammen Fußball gespielt haben. Ihre Fußballbegeisterung haben sie nicht zuletzt Nejbir Acar zu verdanken. Seit drei Jahren ist sie Fußballtrainerin und hat schon an einigen Schulen für die perfekte Ballbeherrschung gesorgt. Erfahrungsgemäß seien die meisten Mädchen anfangs zaghaft im Umgang mit dem Ball. Auch die Herkunft spiele dabei eine Rolle. Denn für einige Mädchen sei es eine völlig neue Erfahrung, Fußball zu spielen und somit Selbstbewusstsein zu bekommen, so Acar.

Gesamtpaket geschnürt

Uschi Brammertz vom Förderverein Integration durch Sport wünscht sich für die Zukunft, dass durch die AGs und das dort erlebte Gemeinschaftsgefühl „Gesamtpakete für die Sportvereine geschnürt werden“, damit die jungen Sportlerinnen auch langfristig am Ball bleiben.

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