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Mädchen geben Gas auf der Spur von Vettel & Co

Von: Tim Habicht
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Ferienspaß in der Werkstatt der „Ecurie Aix“: Etwa 20 Mädchen lernten die technische Seite des Rennsports näher kennen. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Etwas vorsichtig steigt Anna in das aktuelle Rennauto von Ecurie Aix, dem Formula Student Team der RWTH Aachen, ein. Einen großen Schritt muss sie machen, um ins Cockpit des schnellen Flitzers zu gelangen. Dann lässt sie sich nach unten gleiten.

„Mensch, das ist aber eng! Hier hat man ja gar keinen Platz“, sagt sie lachend. Dabei kommt sie noch nicht an das Gaspedal. „Dafür musst du dann wohl noch zehn bis 15 Zentimeter wachsen“, fügt Leonhard König grinsend hinzu.

König ist vom „Ecurie Aix“-Team und führt die 20 Mädchen gemeinsam mit anderen Teammitgliedern durch die Werkstatt des Rennteams an der Feuerwache am Seffenter Weg. Zuerst wird gemeinsam ein Film über das Rennauto in Aktion geschaut.

Denn bei einem Rennen in Eindhoven durfte die Rennmaschine des Formula Student Teams auf der Straße zeigen, was sie kann. Mit lautem Getöse bretterte das Rennauto durch die Stadt. Aber auch fahrerisches Können ist gefragt, denn ähnlich wie in einem Formel-1-Auto muss der Fahrer oder die Fahrerin schnelle Reaktionen zeigen. Dabei kann man aber auch schon mal das Auto abwürgen.

Nach der Vorführung per Video wollen die Mädchen natürlich das Auto selber in Augenschein nehmen. Dabei machen die 12 bis 14 Jahre alten Mädchen große Augen, als sie das kleine Rennauto sehen. „Das ist alles sehr interessant. Selber in dem Auto zu sitzen und ein Gefühl dafür zu bekommen, ist wirklich toll. Außerdem hätte ich niemals gedacht, dass Studenten so ein Auto wirklich selber bauen“, gesteht Anna, die gemeinsam mit ihrer Freundin Hanna sichtlich Spaß hat.

Auch für Lena Mevissen, Projektleiterin für „Girls-go-MINT“ und im Gleichstellungsbüro der RWTH Aachen tätig, hat sich der Ausflug zur Werkstatt von Ecurie Aix gelohnt. „Wir führen die Mädchen fünf Tage innerhalb der Ferien durch verschiedene Stationen. Alles im Rahmen der Aktion ‚Girls-go-MINT‘. Dort sollen Mädchen an die MINT-Berufe herangeführt werden. Bisher haben sie im Labor der RWTH gearbeitet, selber eine App erstellt oder jetzt eben das Rennauto und -team kennengelernt“, so Mevissen. Aber auch König und seine Teamkollegen sind froh, den Mädchen die Werkstatt und ihre Arbeit präsentieren zu können. „Das macht einfach Spaß und ist gleichzeitig auch eine tolle Übung für uns. Denn Sponsoren wollen schließlich auch durch die Werkstatt geführt werden“, so König.

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