Aachen - Madrigalchor begeistert beim Jubiläumskonzert

Madrigalchor begeistert beim Jubiläumskonzert

Von: chc
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Aachen. Die Aufregung gehört für Georg Hartung einfach dazu. „Ich bin vor jedem Konzert ein bisschen nervös”, sagt der Sänger im Dienste des Madrigalchors Aachen kurz vor dem Auftritt in der Kirche St. Elisabeth.

Dabei hat Hartung reichlich Erfahrung mit Darbietungen vor großem Publikum. Vor rund 30 Jahren war er eines der zwölf Gründungsmitglieder des Madrigalchors. Die Formation, die als Studentenchor angefangen hatte, feierte schon bald große Erfolge. Der Madrigalchor gewann Preise auf mehreren internationalen Wettbewerben, machte Rundfunkaufnahmen beim WDR und trat in England, Italien, Spanien, Israel und Palästina auf.

Bei rund 90 Konzerten sei er dabei gewesen, schätzt Hartung. Routine hat sich dabei aber nie eingestellt. Deswegen ist er nervös vor dem Jubiläumsauftritt anlässlich des 30-jährigen Bestehens in St. Elisabeth. Was nicht schlecht sei. „Das steigert die Leistung”, sagt Hartung.

So betrachtet müssten alle 28 Chorsängerinnen und -sänger sowie die Mitglieder des renommierten niederländischen Barockensembles „Florilegium Musicum” vor dem Konzert schwer aufgeregt gewesen sein. Denn was sie boten, war ein Musikerlebnis aller erster Güteklasse. Unter Leitung von Dirigent Hans Leenders wurde die Christvesper von Claudio Monteverdi zu Gehör gebracht. Die im Vergleich zur Marienvesper sehr viel unbekanntere Komposition eignete sich hervorragend, um den charakteristischen Klang der Madrigalmusik zu transportieren.

Die Darbietung bestach weniger durch schweren romantischen Klang, als vielmehr durch die differenzierte Betonung der einzelnen Stimmen. Herausragend waren die Solopartien von Elisabeth van Duijn (Sopran), Martina van Puymbroeck (Alt), Laurens-Alexander Wyns (Tenor), Stephan Adriaens (Tenor) und Johannes Nilges (Bass), deren Akustik im Gotteshaus zu voller Geltung kamen.

Unbestrittener Höhepunkt des Konzerts war das Magnificat, der Lobgesang Marias, zu dem die Musiker kurz vor dem Finale ansetzten. So wurde in der komplett gefüllten Kirche eine fehlerfreies Musikerlebnis geboten.
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