Aachen - „Lust for Life” nach Feuer geräumt

„Lust for Life” nach Feuer geräumt

Von: Stephan Mohne
Letzte Aktualisierung:
lustlifebild1
Feuer unterm Dach: Bei „Lust for Life” qualmte es im obersten Geschoss. Im Betriebsratsbüro waren Akten aus ungeklärter Ursache in Flammen aufgegangen. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Die jüngste Übung liegt noch gar nicht lange zurück: Erst vor wenigen Wochen probte das Personal von „Lust for Life” den Ernstfall - nämlich das Verhalten im Brandfall. „Das machen wir im Rahmen der Brandschutzvorschriften regelmäßig”, so Christina Hummel von der Geschäftsleitung. Dass man dieses Wissen nun kurz darauf einsetzen musste, war da natürlich noch nicht zu ahnen.

Und doch trat am Freitagmittag genau dieses Situation ein. Denn plötzlich hieß es an der Komphausbadstraße: Evakuieren! Der Grund: Ein Feueralarm - diesmal ein echter.

Nachbarn hatten gesehen, dass es aus einem der Obergeschosses des Großkaufhauses qualmte und draufhin die Feuerwehr alarmiert. Auf den Weg machten sich zwei Löschzüge der Berufsfeuerwehr, ein Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr stand außerdem in Bereitschaft.

Während die Helfer noch auf der Anfahrt waren, startete die Geschäftsführung von „Lust for Life” die Räumung des Hauses. Das klappte, wie Feuerwehr und Polizei später unisono betonten, denn auch wie am Schnürchen.

Außerdem versuchten Mitarbeiter mit Feuerlöschgeräten zur Brandstelle vorzudringen. Sie ließen dann jedoch von ihrem Vorhaben ab, war der Rauch im betroffenen Bereich doch schon zu dicht geworden.

Die Feuerwehr stellte fest, dass das Feuer in einem Raum unterhalb des Daches ausgebrochen war - und zwar dem Raum des Betriebsrates. Dort waren offenbar Akten in einem Schrank in Flammen aufgegangen.

Der Brand war schnell gelöscht. Weder für die Menschen im Kaufhaus noch für das Gebäude habe Gefahr bestanden, so Einsatzleiter Ernst Schlusche später. Der verkohlte Aktenschrank wurde ins Freie gebracht.

Dort interessierte sich auch die Kriminalpolizei im Zuge der Suche nach der Brandursache für das „Corpus delicti”. Unklar war nämlich zunächst, wie die Akten Feuer fangen konnten. Ein Ergebnis der Analysen stand am Freitag noch nicht fest.

Christina Hummel jedenfalls atmete auf: „Zum Glück ist das Feuer so früh entdeckt worden. Der Schaden ist sehr gering.” Es sei nichts verbrannt, was nicht ersetzt werden könnte. Während der Löscharbeiten ging indes rundherum nichts, zumal sich auch unzählige Schaulustige eingefunden hatten.

Die Feuerwehr war zuvor auch mal wieder im Klinikum im Einsatz. Dort war Brandgeruch festgestellt worden. Zum Glück war die Ursache recht harmlos: In einem Raum war ein Teil einer Beleuchtungseinheit durchgebrannt.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert