Luisenhospital: Thema Diabetes zieht viele Interessierte an

Von: Christiane Chmel
Letzte Aktualisierung:
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Fachärzte und Spezialisten standen Rede und Antwort: Im Luisenhospital informierten sich viele zum Thema Diabetes.

Aachen. Seit 1991 findet der Weltdiabetestag als ein Tag der Internationalen Diabetes-Föderation und der Weltgesundheitsorganisation statt. Auch das Luisenhospital Aachen lud zu einem Tag rund um das Thema Diabetes an den Boxgraben ein.

Fachärzte und Spezialisten informierten unter dem weltweiten Motto des Jahres 2015 „Gemeinsam den Diabetes anpacken“ mit Vorträgen zu zum Beispiel „Diabetes und Wunden“, „Diabetes und Burn Out“ oder „Diabetes und Demenz“. Neben den Vorträgen konnten die rund eintausend Besucher auch an Sonderaktionen teilnehmen. So wurden unter anderem ein Reha-Sport-Kurs, ein Kochkurs sowie eine Fußpflege mit dem besonderen Schwerpunkt „Diabetes“ angeboten. Am Stand der Apotheker konnten Interessierte zudem kostenlose Blutzucker-, Blutdruck- und Körperfettkontrollen vornehmen lassen.

Besonderes Interesse erregte der Besuch des Diabetiker-Warnhundes Lucy mit seinem Besitzer Oliver Kleindienst und seiner Ausbilderin Elke Lachmann, Leiterin des Centre for Service- und Therapy Dog´s Germany in Stolberg. Auf eindruckvolle Weise schilderten Besitzer und Ausbilderin, was Diabetiker-Warnhunde leisten können. Nach einer rund zweijährigen Ausbildung können die Hunde eine Unterzuckerung des Diabetikers aufgrund des sich verändernden Körpergeruchs wahrnehmen und durch ein Zusatztraining auch in Notfallsituationen externe Hilfe holen, sowie Hilfsmittel wie ein Blutzuckermessgerät bringen. Die ersten Diabetiker-Warnhunde wurden bereits 2003 in den USA ausgebildet.

Seit 2011 gibt es eine internationale Arbeitsgruppe zur Aufstellung von Standards für Diabetiker-Warnhunde und ihre Ausbilder. Bis heute ist der Diabetiker-Warnhund in Deutschland nicht als Assistenzhund anerkannt. Die Krankenkassen übernehmen die Ausbildungskosten deshalb nicht. „Die Hunde sind Lebensretter“, betonte Oliver Kleindienst. „Lucy weiß lange bevor es mir wirklich schlecht geht, dass etwas nicht stimmt. So habe ich genug Zeit, um Gegenmaßnahmen zu ergreifen.“

7000 bis 15000 Euro kann die Ausbildung eines Diabetiker-Warnhundes kosten. Eine Investition, die sich lohnen kann, da den Betroffenen das Leben mit der Krankheit erleichtert wird. „Wer sich einen Hund anschafft, sollte aber bedenken, dass er die Verantwortung für das Tier bis an sein Lebensende übernimmt“, betonte Elke Lachmann. „Es ist kein technisches Hilfsmittel, sondern ein lebendiges Wesen, welches viel Zeit und Aufmerksamkeit benötigt.“ Oliver Kleindienst größter Wunsch ist es, dass die Hunde in der Öffentlichkeit mehr Anerkennung finden: „Diese Hunde sollten wie auch Blindenhunde als Assistenzhunde offiziell anerkannt werden.“ Weitere Informationen zur Ausbildung von Diabetiker-Hunden gibt es im Internet unter www.cstdog.com.

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