Luisenhospital: Professor Götz Müller geht in Ruhestand

Von: Alexander Barth
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Verabschiedung des langjährigen Chefs der Chirurgischen Klinik am Aachener Luisenhospital (v.l.n.r): Werner Georgi (Aufsichtsratsvorsitzender), Reinhard Kasperk (neuer Leiter der Chirurgie), sein Vorgänger Götz Müller, Werner Reiche (Verwaltungsdirektor) und Dr. Wolfram Reeker (Chef der Anästhesie). Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Das Luisenhospital hat seinen langjährigen Herrn über die „schneidenden Disziplinen”, Professor Götz Müller, in den Ruhestand verabschiedet. Werner Georgi, Vorsitzender des Aufsichtsrates, nannte Müller bei der Feierstunde „einen der großen Mediziner in der Geschichte des dieses Hauses”.

In den über 125 Jahren des Bestehens der Chirurgie habe sich Müller immer wieder als ein herausragender chirurgischer Leiter erwiesen, so Georgi. Sein Nachfolger wird Professor Reinhard Kasparek.

Während die anwesenden Gäste unter den tropischen Temperaturen im nicht klimatisierten Saal deutlich zu leiden hatten, wirkte der Protagonist des Abends gelassen und vor allem wenig von der Hitze gezeichnet. Dr. Wolfram Reeker, Ärztlicher Direktor des Luisenhospitals, hatte gleich eine Erklärung samt passendem Vergleich für die schwitzende Besucherschar parat: „Wenn sie sich jetzt noch eine OP-Ausrüstung samt chirurgischer Schürze überziehen würden, hätten sie einen ungefähren Eindruck von den Arbeitsbedingungen von Professor Müller gewonnen”, stellte er unter dem Schmunzeln der Anwesenden fest.

Im Namen aller Mitarbeiter bedankte sich Reeker für die langjährige Zusammenarbeit und lobte die Kollegialität und Einstellung Müllers: „Er hat immer von „unseren Patienten” gesprochen, dass hat mir sehr imponiert”. Reeker selbst hatte vor Jahren zu Beginn seiner Aachener Zeit zeitweise Unterkunft im Hause des Neu-Ruheständlers gefunden.

Rund 250 Staatsexamen hat Professor Müller in seiner 22-jährigen Tätigkeit abgenommen. In Freiburg und Tübingen hatte er seine medizinische Karriere begonnen, im Jahr 1988 begann seine Zeit als Leiter der Chirurgie am Aachener Luisenhospital. Unter anderem etablierte sich das Haus in diesen Jahren als Spezialzentrum in Sachen Schilddrüsenoperationen mit 220 Eingriffen pro Jahr. Der Aufsichtsratsvorsitzende wies erneut auf die Verdienste Müllers hin: „Sie haben massiv zu dieser Entwicklung beigetragen, neue Methoden aufgenommen und etabliert”.

Weiterhin stellten Wegbegleiter fest, dass sie „zwar einen wunderbaren Chef und Kollegen verlieren, aber einen guten Freund und tollen Menschen zum Glück behalten dürfen”. Vertreter der Belegschaft übergaben Müller dann den ultimativen Freizeitbegleiter für den kommenden Lebensabschnitt: Ein Golfwagen soll bei der „Pflege” des Handicaps helfen.
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