Aachen - „Luisenhöfe“ sollen in bester Innenstadtlage attraktives Wohnflair bieten

„Luisenhöfe“ sollen in bester Innenstadtlage attraktives Wohnflair bieten

Von: Matthias Hinrichs
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Spannendes, aber schwieriges Terrain: Die „Luisenhöfe“ sollen im Karree zwischen Südstraße, Boxgraben und Mariabrunnstraße Platz für reichlich neuen Wohnraum bieten.
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Ob zumindest Teile der alten Fabrik bestehen bleiben, ist derzeit – wie noch vieles – offen.

Aachen. Dieser Tage sprießt vor allem reichlich Grün im weitgehend abgeschotteten weitläufigen Areal zwischen Südstraße, Boxgraben und Mariabrunnstraße. Doch wenn es um die städtebaulichen Perspektiven für den nach wie vor ungehobenen „Bodenschatz“ in bester Innenstadtlage geht, schießen naturgemäß auch allerlei Spekulationen ins Kraut – nämlich im Hinblick auf die unlängst angekündigten Pläne, eine der letzten großflächigen Brachen in der City in ein attraktives Wohnquartier zu verwandeln.

Vorerst zeichnen sich indes allenfalls erste Konturen ab, wenn es um die Realisierung des ambitionierten Vorhabens namens „Luisenhöfe“ geht. Das Projekt, maßgeblich vorangetrieben von den beiden Aachener Investoren Landmarken AG und Aixact, steckt durchaus noch in den vielzitierten Kinderschuhen.

Fest steht, dass das rund 15.500 Quadratmeter umfassende verwilderte Gelände im Schatten der Häuserzeilen, das die beiden Immobilienentwickler vor einiger Zeit in großen Teilen erworben haben, enormes Potenzial für eine groß angelegte Bebauung bietet. Konkrete „Hausnummern“ im Hinblick auf Zahl und Gestaltung der Objekte, die dort entstehen sollen, sind laut Landmarken-Sprecher Kolja Linden zurzeit indes noch nicht festgezurrt.

Denn bereits im Januar hat der Planungsausschuss des Rates dem Investoren-Duo in nicht-öffentlicher Sitzung erst einmal reichlich Hausaufgaben auferlegt. Dem Vernehmen nach geht es dabei vor allem darum, wie dicht und wie hoch die Bebauung letztlich gestaltet werden kann. Sprich: Eine „luftige“ Gestaltung mit Freiflächen, öffentlichen Wegen und unter besonderer Berücksichtigung des vorhandenen Baumbestandes soll in jedem Fall gewährleistet werden.

Einem ausführlichen, ebenso kritischen wie konstruktiven Beitrag eines Anwohners auf der Internet-Plattform „unserac.de“ ist derweil zu entnehmen, dass sich bereits zwei Varianten zur Neugestaltung der Fläche abzeichneten – was Linden im AZ-Gespräch allerdings nicht bestätigt. „Ein konkreter Entwurf liegt noch gar nicht vor“, betont er.

Angestrebt sei jedenfalls, bis zu 30 Prozent der geplanten Wohnungen nach den einschlägigen städtischen Vorgaben für öffentlich geförderte Objekte zu reservieren, neben gediegenen Unterkünften mit gehobenem Flair sollen Studentenappartements gebaut werden. Auch Möglichkeiten zur Schaffung einer Tagespflegeeinrichtung für Senioren und zur Errichtung einer Kindertagesstätte würden derzeit geprüft.

Größere technische Herausforderungen dürften indes in Gestalt des alten Bunkers an der Südstraße auf die Macher zukommen: Geplant ist, die massiven Betonwände des Kriegsreliktes zu „perforieren“, um dort Platz für „eleganten Wohnraum“ zu schaffen, wie einem Beitrag im Online-Magazin der Landmarken AG („Landmarke“) zu entnehmen ist.

Ob – und wie – auch der Kernbereich des Areals, das sogenannte Kalde-Gelände, dessen Herzstück aus einem alten Fabrikgebäude mit einem – aus Sicht der Kritiker allemal erhaltenswerten – Uhrenturm besteht, komplett überbaut wird, ist laut Linden ebenso offen.

Die Erschließung soll im Wesentlichen über die Mariabrunn-straße erfolgen; angedacht ist laut Linden, das vorhandene Parkhaus an der Weberstraße um etliche Stellplätze zu erweitern. „Selbstverständlich werden wir den Dialog mit der Politik und den Bürgern verstärkt suchen, sobald sich die Pläne konkretisieren“, unterstreicht der Landmarken-Sprecher nicht zuletzt mit Blick auf erste Reaktionen auf dem Bürgerportal „unserac.de“, das jüngst auf Initiative der Kathy-Beys-Stiftung ins virtuelle Leben gerufen worden ist.

Klar sei, dass man auch die alten Bäume auf dem Areal ins Konzept integrieren und viel Platz für grüne Flächen vorhalten wolle, um die sich die geplanten Wohngebäude im lockeren Ensemble gruppieren sollen, betonen die Investoren.

Bis dahin sind freilich noch weite formale Wege zu gehen, wird auch seitens der Politiker betont – damit am Ende der erforderliche Bebauungsplan unter Dach und Fach gebracht werden kann.

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