Luise-Hensel-Realschule: Eine Zeitreise durch 125 Jahre

Von: Carlo Foerst
Letzte Aktualisierung:
8946543.jpg
125 Jahre Luise-Hensel-Realschule: Dieses Jubiläum wurde von der Schulgemeinschaft im Gillesbachtal mit einem bunten Programm gebührend gefeiert. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Schon beim Betreten des Schulgebäudes sieht man, dass dieser Nachmittag kein gewöhnlicher Schultag ist, sondern dass die Luise-Hensel-Realschule etwas zu feiern hat: Angefangen bei der von den Schülern betriebenen Cafeteria, in der von Eltern gespendeter Kuchen angeboten wird, bis zu den vielfältigen Workshops und Darbietungen in den einzelnen Klassenzimmern ist überall zu spüren, dass über ein Jahrhundert Schulgeschichte in dem Schulfest steckt.

Mit einer Mädchenschule fing‘s an

Angefangen hatte es 1889 mit einer Mädchenmittelschule, die von 260 Schülerinnen von der ersten bis zur siebten Klasse besucht wurde. Das damalige Schulgebäude befand sich noch in der Innenstadt. Beim Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg wurde klar, dass die Kapazitäten der Räumlichkeiten in der Franzstraße/Eilfschornstraße nicht mehr ausreichen würden.

Und so wurde 1959 beschlossen, im Gillesbachtal ein neues Gebäude zu errichten. Als 1973 erstmals auch Jungen aufgenommen wurden, erhielt die Luise-Hensel-Realschule ihr bis heute bestehendes Profil.

Konrektorin Heidrun Schnur ist auf ihrem Rundgang durch die Klassenräume sehr zufrieden mit dem, was sie sieht: Vom Leben und Wirken Luise Hensels über Plakate zu den Lebensumständen der Menschen im 19. Jahrhundert bis zu klassischen Schulfestspielen wie Dosenwerfen ist für jeden etwas dabei.

Die Schüler haben in Eigenverantwortung Themen recherchiert, die sie dann mit unterschiedlichen Methoden präsentierten: So gab es Kurzreferate über die Vennbahn, Gedichtrezitationen auf Wunsch, historische Quizrunden und sogar einen Film über eine Exkursion einer zehnten Klasse nach Paderborn auf den Spuren Luise Hensels.

Um den Zeitgeist und die Atmosphäre der Anfangszeit der Schule im 19. Jahrhundert zu visualisieren, hatten Schüler und Lehrer eine Art Zeitreise vorbereitet: So wurde zum Beispiel Schulunterricht wie im Kaiserreich angeboten, bei dem in Verkleidung unterrichtet wurde.

Außerdem gab es einen Sütterlin-Workshop und einen Nachbau eines „Ur-Mercedes“. Für die musikalische Untermalung sorgten die Fünftklässler, die die Klassiker „Die Gedanken sind frei“ und „Ein Mann, der sich Kolumbus nannt‘“ sangen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert