Lütticher Straße: Tempo runter in Richtung Preuswald

Von: mec
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Aachen. Der Aldi am Preuswald wird kommen, das steht fest – noch keine Einigkeit herrscht beim Tempolimit auf dem Stück der Lütticher Straße. Von einem „Tempoflickenteppich“ in dieser Umgebung sprach Wilfried Fischer (Grüne) in der jüngsten Sitzung des Mobilitätsausschusses.

Mal seien 50, dann wieder 70, schließlich wieder 50 Stundenkilometer vorgegeben. Er schlägt eine durchgehende Tempo-50-Zone von der Waldschenke bis zur Ländergrenze vor und damit auch Tempo 50 rund um den neuen Aldi – eine Ansicht, so stellte eine frühzeitige Bürgerbeteiligung Ende 2015 heraus, die viele Anwohner teilen.

Aktuell liegt das Tempolimit in der Umgebung um den neuen Discounter bei 70 Stundenkilometer. Die Verwaltung erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass sich die Einführung einer niedrigeren Geschwindigkeitsbegrenzung in Vorwegnahme einer Unfallsituation häufig schwierig gestaltet. Zumal die Kompetenz, eine Änderung in Auftrag zu geben, nicht beim Mobilitätsausschuss liegt. Trotzdem plädierte auch Jörg Hans Lindemann (CDU) dafür, sich für Tempo 50 in den Bereichen, in denen Häuser stehen, zum Fußgängerschutz einzusetzen – das letzte Wort in Sachen Geschwindigkeit scheint noch nicht gesprochen.

Im Oktober hatten Die Grünen im Rat der Stadt Aachen einen Antrag gestellt, um Gefahrenstellen im Radwegenetz identifizieren und beseitigen zu können. Anlass war ein tödlicher Radfahrunfall an der Schanz. Konkret gefordert wird, den gesamten Bereich zwischen der Vaalser Straße und der Schanz sicherer zu gestalten. Einige Fakten zum Radverkehr in Aachen: Auf 1000 Personen kommen durchschnittlich 817 Fahrräder – zum Vergleich: Bei den Pkw liegt das Verhältnis bei 425 auf 1000 Menschen. Laut Erhebungen fühlt sich jeder zweite Radfahrer in Aachen nicht sicher. Über 40 Projekte zum Thema Radfahren werden momentan betreut, vom Radschnellweg bis hin zu Fahrradbügeln.

Die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer, so die Verwaltung, habe absolute Priorität. Die im Antrag geforderte umfassende Analyse mit Umsetzung sei jedoch nur mit mehr Personal möglich – schon jetzt würden Hinweise und Mitteilungen aus der Bevölkerung aufgearbeitet, bei der Unfallanalyse würde die Verkehrssicherheit weiter verbessert.

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