Ludwig Forum versetzt Kamele in Bewegung

Von: Daniel Gerhards
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Nancy-Graves-Kamele gehen auf Tour: Dr. Annette Lagler, Josephine Mengedoth, Benjamin Dodenhoff und Michael Grümmer (v.l.) präsentieren den LuFo-Bus, der ab sofort duch Aachen rollt. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Die Kamele in Bewegung zu bringen, das hat das Team vom Ludwig Forum gereizt. Die Skulpturen der amerikanischen Künstlerin Nancy Graves sehen schon im Museum so echt aus, dass man denken könnte, dass sie bald losrennen. Jetzt reisen die Kamele kreuz und quer durch Aachen – allerdings nur als Aufdruck auf einem Aseag-Bus. Das soll auf die Ausstellung „Nancy Graves Project“ hinweisen, die ab 13. Oktober zu sehen sein wird.

Werke von Nancy Graves gibt es im Ludwig Forum ohnehin schon viele. Deshalb habe es sich aufgedrängt, eine große Ausstellung ihrer Werke zu machen: „Diese Ausstellung war längst überfällig“, sagt Kuratorin Dr. Annette Lagler. Auch weil Peter Ludwig, auf dessen Sammlung, die er gemeinsam mit seiner Frau Irene anlegte, das Ludwig Forum gründet, häufig Werke der Künstlerin anschaffte. „Er hat immer wieder Werke von ihr gekauft, deshalb hat sie innerhalb der Sammlung eine außergewöhnliche Stellung“, sagt Lagler.

Aber nicht nur für das Ludwig Forum ist Graves sehr wichtig, sie sei auch eine der prägenden Künstlerinnen der 1970er Jahre gewesen, sagt Lagler. Die Kamele, die zur Sammlung des Ludwig Forums gehören, sind ihre erste wichtige eigenständige Arbeit. Ihr Werk ist dabei sehr vielfältig. „Es erscheint sprunghaft“, sagt Benjamin Dodenhoff vom Ausstellungsteam des Ludwig Forums, aber es gebe einen roten Faden: Sie fertigte die großen Kamel-Skulpturen an, malte Mondbilder nach Vorlagen von Nasa-Aufnahmen und erstellte Bronze-Skulpturen. „Sie war daran interessiert, wie die Natur Bilder vorgibt“, sagt Lagler. „Es ist eine Handschrift zu erkennen. Das muss man herausfühlen.“

Gezeigt werden 70 Exponate von Nancy Graves. Darunter sind Leihgaben aus New York, London, Wien und Köln. Dazu werden etwa zehn Exponate von „Special Guests“ – das sind Künstler, die Graves inspiriert und begleitet haben – zu sehen sein.

Dazu können die Besucher auch selber ausprobieren, wie sich die Materialien, mit denen Graves arbeitete anfühlen und „sich inspirieren lassen“.

Neben den großen Bildern auf dem Bus wollen die Organisatoren der Ausstellung noch weiter die Werbetrommel rühren. So viel können sie verraten: „Die Kamele werden in Aachen noch öfter auftauchen.“

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