Aachen - Lousberglauf bringt Sanitäter ins Schwitzen

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Lousberglauf bringt Sanitäter ins Schwitzen

Von: André Schaefer
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Die Sieger des Lousberglaufs: Mussa Hudrog und Veronika Pohl. Viele Läufer kämpften nicht nur mit dem Parcours, sondern vor allem mit der Hitze: 23 Teilnehmer des Lousberglaufs mussten wegen akuter Kreislaufprobleme behandelt, einer reanimiert werden. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Heiß her ging es wahrlich beim Lousberglauf. Für manchen sollten die hohen Temperaturen selbst am Abend bei der 21. Auflage des beliebten Events allerdings zu heiß sein. Nachdem ein Läufer unmittelbar nach dem Ziel zusammengebrochen war, hatten die Sanitäter alle Hände voll zu tun und reanimierten den Mann minutenlang, ehe er ins Klinikum gebracht wurde.

Drei weitere Personen mussten ebenfalls zur stationären Behandlung. „Es ist bedauerlich, dass es zu solchen Szenen kam. Jedoch haben wir vorab versucht, das Risiko zu senken, in dem wir die Läufer ausdrücklich auf die Gefahren hingewiesen haben”, sagte Peter Lynen, Organisationsleiter des Hochschulsportzentrums. Mancher habe seine Kräfte einfach überschätzt.

Insgesamt 23 Einsätze - von leichten Prellungen bis zu Kreislaufproblemen - notierte man rund um das Sanitätszelt, so dass das Aufgebot an Sanitätern zeitweise aufgestockt werden musste. „Es kam zu deutlich mehr Einsätzen als sonst, doch glücklicherweise ist es gelungen, jeweils schnell zu reagieren”, erklärte Guido Müller, Einsatzleiter der Malteser.

Dabei war die Stimmung bis dahin bestens. 2000 Läufer gingen an den Start und machten den Teufelsberg unsicher. Für die notwendige Motivation sorgten erneut gut 1000 Zuschauer, die sich mit Grill und kühlen Getränken bereits einige Stunden vor dem Lauf rund um die Rütscher Straße in Stimmung brachten. „Es ist das erste Mal, dass ich hier bin. Die Atmosphäre ist gigantisch”, schwärmte etwa FH-Rektor Professor Dr. Marcus Baumann.

Während sich die ersten Sportbegeisterten eine Stunde zuvor mit kleinen Aufwärmrunden auf den 5555 Meter langen Parcours vorbereiteten, diente für andere ein kleines Fußballspielchen oder gar das bei vielen Studenten äußerst beliebte „Kontakthüpfen” als Mittel, sich auf „Betriebstemperatur” zu bringen.

Das ist es, wofür der Lousberglauf steht: Die einen nehmen den Wettbewerb nicht ganz so ernst, die anderen wollen den Streckenrekord brechen, wie etwa Veronika Pohl. Die Kölnerin sicherte sich auch in diesem Jahr den ersten Platz. Für einen neuen Rekord sollte es aber nicht reichen. „Dafür war es zu warmÓ, erklärte sie nach dem Sieg.

Bei den Männern konnte Favorit Philipp Nawrocki zwar nicht aufs Siegertreppchen steigen; Grund zum Jubeln gab es angesichts des Gewinns der Unilauf-Cup-Trophäe dennoch: „Was gibt es Schöneres, als den Pokal in der eigenen Stadt zu holen”, grinste der Chef des RWTH-Teams.

Mussa Hudrog und Veronika Pohl vornweg

Herren: 1. Mussa Hudrog (17:12,9); 2. Friedrich Schenk (17:24,2); 3. Lars Haferkamp, Köln (18:00,0)

Damen: 1. Veronika Pohl, Köln (19:47,2, Bild mit Mussa Hudrog); 2. Claudia Leschnik, Alemannia Aachen (20:37,5); 3. Nina Kunz, Köln (20:56,6)

NRW-Unilauf-Cup: 1. Aachen I; 2. Köln I; 3. Aachen II
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