„Loss Of Gravity“: Physiker und Ingenieure

Von: Yasmin Wiese
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Präsentieren eine Mischung aus Rock, Folk und Metall: „Loss Of Gravity“. Foto: Sebastian Wussow

Aachen. Am Sonntag, 16. August, ist es soweit: Der 11. Stawag Music Award findet ab 14 Uhr auf dem Aachener Marktplatz direkt vor dem Rathaus statt. Mit „Loss Of Gravity“ und „Tunfisch“ endet unsere kleine Serie zur Vorstellung der sechs Finalisten.

Sie sind die Wissenschaftler unter den Finalisten und spielen eine Mischung von Folk bis Metal: „Loss Of Gravity“. Ansonsten studieren die Bandmitglieder Physik- und Ingenieurwissenschaften in der Kaiserstadt. Florian Lukas Briechle und Teresa Nolte erklären im Interview den Stil, den sie seit ihrer Gründung Ende 2012 gefunden und verfeinert haben.

Ihr spielt eine Mischung aus Rock, Folk und Metal. Auch die Instrumente sind sehr unterschiedlich. Seid Ihr vom Charakter auch so verschieden?

Florian: Was uns vereint, ist unsere Leidenschaft, zusammen Musik zu machen. Wenn man uns nach unseren Vorbildern fragen würde, hätte jeder von uns nämlich ganz andere Lieblingsbands. Aber vielleicht ist es gerade daher so, dass unsere Lieder sehr verschiedene Einflüsse haben können. Jeder bringt eben seine persönliche Note mit hinein.

Welche zum Beispiel?

Teresa: Unser französischer Gitarrist Joseph zum Beispiel kommt eher vom Metal, wohingegen Flo eine klassische Violinenausbildung genossen hat. Janine ist nicht unbedingt der Stil der Musik wichtig, sondern dass hinter den Liedern auch viel Gefühl steckt.

Euer Bandname hört sich nach Schwerelosigkeit an.

Teresa: Unseren Namen „Loss of Gravity“ haben wir wegen eines gewissen Gefühls der Haltlosigkeit, des Den-Halt-Verlierens ausgesucht – weil sich ab und zu eine gewisse Melancholie in unsere Lieder einschleicht. Außerdem konnten wir so Flos Physiker-Idee (die übersetzt „Massenschwerpunkt“ hieß) entgehen.

Ihr seid eine Studentenband, die vorwiegend aus Physikern und Ingenieuren besteht. Wird das manchmal eintönig?

Florian: Genaugenommen geht unsere Sängerin Janine noch in die Schule und Joseph arbeitet sogar schon. Zum Glück bringt Janine eine „soziale“ Komponente mit in die Gruppe.

Wie habt Ihr denn zueinandergefunden?

Florian: Philip suchte nach Mitstreitern, um eine Mischung aus Rock, Folk und Metal zu spielen. Er und ich haben schon in einer vorherigen Band zusammengespielt. Janine kam auch schnell dazu. Die Suche nach einem Gitarristen und Bassisten gestaltete sich allerdings eher schwierig, nach langer und intensiver Suche fanden wir dann Joseph und Teresa.

Und wie lange spielt ihr nun schon in dieser Besetzung?

Florian: Seit ungefähr einem Jahr machen wir zusammen Musik.

Mit welchen Instrumenten bzw. Stimmen gestaltet ihr eure Songs?

Teresa: Während Joseph, Philip und ich mit Gitarre, Bass und Schlagzeug für das Fundament sorgen, sind Flos Instrumente Geige und Klavier, und natürlich ist besonders Janines Stimme für die nötige Melodie verantwortlich.

Ihr schreibt eure Liedtexte alle selbst. Was sind typische Themen?

Teresa: Die meisten Texte sind von Janine oder Flo und in der Regel düster gehalten: Es geht um gescheiterte Beziehungen, finstere Gedanken und abstrakte Themen. Wir wollen also keine „Wohlfühlmusik“ schreiben, wir wollen Musik machen, die unter die Haut geht und Emotionen weckt! Aber dennoch schwingt bei vielen Liedern auch ein Funke Hoffnung durch, depressiv wird man von unserer Musik also auch nicht.

Wie lange braucht ihr, bis ein Stück fertig ist?

Florian: Das ist sehr unterschiedlich. Jedes unserer Lieder hat eine eigene Entstehungsgeschichte. Einige entstanden komplett im Zimmer eines der Bandmitglieder, andere haben wir zusammen im Proberaum erarbeitet. Daher schwankt die Zeit, die wir für ein Stück brauchen, sehr stark. Einige Lieder sind nach zwei, drei Proben fertig, für andere kann es aber auch schon mal einige Monate dauern.

Wo seht ihr Euch in der Zukunft?

Florian: Unsere weiteren Pläne sind Aufnahmen von unseren Stücken zu machen, um dann hoffentlich ein eigenes Album herausbringen zu können. Ideen für neue Stücke haben wir auch schon jede Menge. Wir haben also auf jeden Fall Lust, noch viel Musik zusammen zu machen!

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