Lokalmatadore und Olympia: Springturnier auf dem CHIO-Gelände

Von: Helga Raue
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Seit gestern findet im Aachener Dressurstadion das CSI statt. Mit dabei sind 150 Reiter aus 31 Ländern mit rund 400 Pferden. Foto: Michael Jaspers

Aachen. „Wer wohl schon alles in dieser Box gestanden hat?“ oder auch „Hier dreht Isabell Werth also ihre Pirouetten“ – derlei Fragen und Gedanken werden sicher so manchem Starter durch den Kopf gehen. Einigen ehrfürchtig, denn ein Start beim CHIO Aachen wird für die meisten immer ein Traum bleiben, anderen hoffnungsvoll, hoffen sie doch auf einen Startplatz beim nächsten Turnier vom 8. Bis 17. Juli.

Bei der Premiere des „CSI Aachen“ sind sie von Donnerstag bis Sonntag vereint, denn bei der Premiere des neu geschaffenen Springturniers im Aachener Dressurstadion ist von Lokalmatadoren, rheinischen und nationalen Reitern bis hin zu internationalen Olympia-Hoffnungen so einiges am Start.

„Wir haben schon lange überlegt, so ein Turnier zu organisieren. Und uns jetzt einfach ein Herz genommen. Sehr kurzfristig, denn wir haben erst vor zwei Monaten mit der Organisation begonnen“, sagt Virginia Mehlkopf, die das Turnier gemeinsam mit Gina Trojan organisiert. Die beiden jungen Damen kennen sich aus ihrer gemeinsamen Zeit beim Aachen-Laurensberger Rennverein (ALRV), wo sie ihre Ausbildung absolvierten und die Turnierorganisation in allen Facetten kennenlernten. „Die Verantwortlichen des ALRV haben uns bei unserem Vorhaben unterstützt und uns das Dressurstadion vermietet. Wir hoffen, dass es weitergeht und sich das Turnier etabliert.“ Die Planungen liefen reibungslos, mit einer Ausnahme: „Das Wetter“, sagt Virginia Mehlkopf, selbst Springreiterin in der Klasse S, lachend. „Ich habe noch nie einen Parcours für ein Turnier Ende April/Anfang Mai im Schneesturm aufgebaut.“

Gemessen am Interesse dürfte schon die erste Auflage ein Erfolg sein. 150 Reiter aus 31 Nationen mit rund 400 Pferden haben ihr Kommen zugesagt. Darunter sind auch Olympia-Kandidaten wie Global-Champions-Tour-Gesamtsiegerin Luciana Diniz (Portugal), Marlon Módolo Zanotelli (Brasilien), Abdel Said (Ägypten), Angelika Augustsson (Schweden), Darragh Kenn, Cameron Hanley (beide Irland), Vladimir Tuganov (Russland) und Jessica Mendoza (Großbritannien), die unter anderem 2015 mit dem britischen Team bei der EM in Aachen antrat. „Kurzfristig sind noch einige gute Namen hinzugekommen“, freut sich Mehlkopf über das Interesse und die gute Mischung zwischen internationalen und nationalen, vor allem rheinischen Reitern.

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