„Logoi“: Philosophie trifft auf Politik

Von: Peter Schopp
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Aachen. Die Zielgruppe ist klar definiert: Jeder ist herzlich willkommen zur Vortragsreihe „Philosophie trifft Politik“! „Unser Wunsch ist es, alle interessierten und neugierigen Menschen zu motivieren, bei der Bewältigung aktueller Ereignisse und Entwicklungen aktiv zu werden“, gibt Dr. Jürgen Kippenhan den Weg vor.

Er hat 2009 „Logoi“ gegründet, ein privates und unabhängiges Institut, in welchem im Wortsinn Räume für Reflexionen und Diskussionen zu Themen unserer Zeit geöffnet werden.

Seit vier Jahren organisieren Kippenhan und seine Mitarbeiterinnen die Reihe der philosophischen Matinées. Gastreferenten bilden den Kern einer Veranstaltung, und im Anschluss an den jeweiligen Vortrag ist der Austausch mit dem Referenten und den Besuchern ausdrücklich gewünscht. „Diese Möglichkeit wird von den Besuchern unserer Veranstaltungen immer intensiv genutzt“, schildert er seine Erfahrungen aus den vergangenen Jahren. Ganz besonders geht es ihm darum, Menschen „hinter dem Ofen hervorzulocken“, wie er das nennt. Heutzutage würden Informationen vornehmlich passiv konsumiert, eine vorgefertigte Meinung werde angenommen. Bei „Logoi“ sollen die Menschen sich nach Referat und Meinungsaustausch eine eigene Meinung bilden, aktiv werden und mit den Erkenntnissen arbeiten.

Die momentane politische Situation gibt die Themen gleichsam von alleine her. Flucht, Krieg, Völkermord, Vertreibung – all diese Schlagworte stellen eines in Frage: die Menschenrechte. Daraus wurde die Überschrift der diesjährigen Veranstaltungsreihe.

Die erste Matinée findet am Sonntag, 13. März um 12 Uhr statt, ausnahmsweise nicht in den Räumen des „Logoi“, sondern wegen des erwarteten großen Besucherandrangs im Hörsaal 1 im Hauptgebäude der RWTH, Templergraben 55. Monika Hauser, Gynäkologin, Geschäftsführerin der Frauenrechtsorganisation „medica mondiale“ in Köln und Trägerin des alternativen Nobelpreises im Jahre 2008, wird an diesem Tag die Referentin sein. Ihr Thema ist brandaktuell: „Solidarität und Würde –Unterstützung für traumatisierte Frauen und Mädchen in Kriegs- und Krisengebieten“. Anschließend geht es zur Diskussion ins Logoi an der Jakobstraße 25 a. Hier ist auch fürs leibliche Wohl gesorgt.

Weitere Veranstaltungen folgen am 10. April („Der Völkermordbegriff und seine Probleme“, Markus Stepanians) und am 12. Juni („Buen vivir – Überlegungen zum guten Leben“, Jürgen Kippenhan), jeweils sonntags und immer um 12 Uhr. Ergänzend zu den Diskussionen bietet das „Logoi“ vom 5. Mai bis zum 30. Juni eine Sammelausstellung an. In der Gruppe „Compartibel“ haben sich fünf Künstlerinnen zusammengeschlossen, die sich auf verschiedensten Wegen dem Thema Menschenrechte nähern und ihre Gedanken und Gefühle hierzu verarbeitet haben. Zu allen Veranstaltungen ist der Eintritt frei.

Gemeinsam mit dem „Logoi“ engagieren sich die Volkshochschule Aachen, das Philosophische Institut der RWTH, das Institut für politische Wissenschaft der RWTH sowie der Verein Eine-Welt-Forum-Aachen bei dieser Veranstaltungsreihe.

„Niemand braucht zu fürchten, dass wir uns in hochtrabenden philosophisch-intellektuellen Ergüssen verlieren. Uns ist wichtig, keine Schwellenängste aufzubauen. Deswegen legen wir großen Wert auf klare Formulierungen und verständliche Ausdrucksweise. Quasi Philosophie für jedermann“, erklären Kippenhan, Dominik Clemens (VHS) und Dr. Wulf Kellerwessel (philosophisches Institut der RWTH) übereinstimmend. Und jedermann ist schließlich herzlich willkommen.

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