Aachen - Logisches Denken ist der Schlüssel

Logisches Denken ist der Schlüssel

Von: Svenja Pesch
Letzte Aktualisierung:
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Junge Aachenerin mit hohem Sachverstand: Schulministerin Sylvia Löhrmann zeichnete Thekla Hamm (Mathe-Preisträgerin) aus. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Rein statistisch ist es das Fach, an dem die Nachhilfelehrer am meisten verdienen. Glaubt man dem Durchschnittswert, so hat jeder dritte Schüler während seiner Schullaufbahn mindestens einmal Unterstützungsbedarf. Die Rede ist von Mathe. Und während die Einen schon beim bloßen Anblick eines Geodreiecks Schweißperlen auf der Stirn bekommen, haben die Anderen dazu im Kopf schon einen Plan entwickelt. Zu letzteren gehört auch Thekla Hamm.

 Die 17-jährige hat mit ihrem mathematischen Wissen sogar den ersten Platz in der Landesrunde beim Bundeswettbewerb Mathematik 2013 gewonnen und wird im Februar zum Finale, dem sogenannten „Kolloquium“, nach Schmitten fahren.

Doch wie läuft ein Mathewettbewerb ab? Sitzt man in einer großen Halle und kann außer dem Tippen der Ziffern in den Taschenrechner kein Geräusch vernehmen? „Nein, so ist es auch nicht“, erzählt Thekla Hamm lachend und ergänzt: „Die Aufgaben der ersten beiden Runden kann man zu Hause bearbeiten und muss sie dann abschicken. Erst ab der dritten Runde ist man persönlich anwesend und löst den Test vor Ort.“ Schummeln oder besser Denkanstöße wären zu Hause zwar möglich, bringen aber im Endeffekt nichts, da man spätestens ab der dritten Runde doch auf sich alleine gestellt ist.

Theklas Test gliederte sich in mehrere Teile, unter anderem musste sie Geometrieaufgaben lösen, Binomial-Koeffizienten aufstellen oder die Regelmäßigkeit zwischen Quadratzahlen untersuchen. Für die ehemalige Schülerin des Kaiser-Karl-Gymnasiums kein Problem. Denn schon in der Grundschule zeigte sich ihre besondere Begabung im mathematischen Bereich, weshalb sie schon früh an ersten kleineren Wettbewerben teilnahm. Und ihr Engagement und Ehrgeiz haben sie nun zum Studium der Mathematik nach Bonn verschlagen.

Mit gerade mal 17 Jahren ist sie im ersten Semester zwar die Jüngste, aber steht ihren Kommilitonen mit ihrem Wissensstand in nichts nach. Überraschenderweise ist sie „als Mädchen“ auch entgegen vieler Vorurteile gar nicht in der extremen Minderheit. Wenn sie ihr Studium abgeschlossen hat, würde sie gerne in die Forschung gehen. Und mit einem Abiturdurchschnitt von 1,3 und einer übersprungenen Klasse wird dieser Wunsch für sie sicherlich in Erfüllung gehen.

Eine Frage bleibt aber dennoch: Was ist es genau, was Thekla Hamm an dem für viele verhassten Fach so interessiert? „Ganz einfach“, antwortet diese wie aus der Pistole geschossen. „Mathe macht Spaß und es ist eine völlig logische Sache, Man muss doch nur logisch denken, dann kann man jede noch so knifflige Aufgabe lösen.“

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