Lkw-Ladung Müll auf den Haarberg gekippt

Von: stm
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Haufenweise wilder Müll am Haarberg: Der Verursacher dieser Sauerei vom Wochenende ist jedoch dank aufmerksamer Zeugen offenbar ausfindig gemacht worden. Foto: Michael Jaspers

Aachen. „Schutt abladen verboten“ steht auf einem schon arg verblichenen Schild am Wegesrand. Den Hinweis hat am Wochenende offenkundig jemand „übersehen“. Zum wiederholten Mal ist nämlich im Naherholungsgebiet auf dem Haarberg Müll abgekippt worden. Diesmal war es gar soviel, dass jemand zwecks illegaler Entsorgung mindestens mit einem Klein-Lkw angerollt sein muss.

An einem Verbindungsweg türmte sich der Abfall. Darunter fanden sich wie etwa ein Kleiderschrank, eine Küchenarbeitsplatte oder auch ein Klappstuhl. Mit dabei waren aber auch säckeweise Altkleider, ein Koffer, Altglas, Medikamente und vieles mehr. Es wirkte, als sei dies das Ergebnis einer Wohnungsauflösung.

Die Reifenspuren des Lasters waren Montag an dem schmalen Weg noch deutlich zu erkennen. So muss das Fahrzeug vom jüdischen Friedhof am Ende der Kreuzstraße her gekommen sein. Der Fahrer kannte sich offenbar dort aus. Denn er muss gleich passendes Werkzeug mitgebracht haben, um einen der dortigen Poller aus der Verankerung zu lösen. Diese Verbindung zur Verlängerung des Lindenwegs ist normalerweise für Fahrzeuge nicht passierbar.

Immer wieder ist in jüngerer Zeit Abfall auf dem Haarberg abgeladen worden, um Spuren zu verwischen. Die Täter wurden nie gefunden. Das ist diesmal wohl anders. Bezirksamtsleiter Frank Prömpeler berichtete am Montagnachmittag, der Verursacher sei möglicherweise ausfindig gemacht. Offenbar hat jemand den Täter gesehen und den Behörden die entsprechenden Hinweise gegeben. Näher ins Detail wollte Prömpeler noch nicht gehen. Nur soviel: „Polizei und Ordnungsamt sind an der Sache dran.“ Während man sowohl den Sperrmüll wie auch Kleider und Glas eigentlich kostenlos legal entsorgen kann, wird der Verursacher hier kräftig berappen müssen – so für das Abholen des Müllbergs durch den Stadtbetrieb. Ein saftiges Bußgeld droht obendrein.

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