Literatur und Integration Hand in Hand

Von: Svenja Pesch
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Versprechen ein interessantes Programm: Walter Köth (links), Leiter der Nadelfabrik und der Schriftsteller Suleman Taufiq. Foto: Kurt Bauer

Aachen. Wo, wenn nicht in der Nadelfabrik wird die Integration gelebt? In Aachens Ostviertel gelegen, bietet sie nicht nur den Vereinen und Organisationen im Haus einen Raum; durch interessante Veranstaltungen kommen auch immer mehr Menschen von außerhalb. So beinhaltet das Programm der Nadelfabrik am Reichsweg für jeden Geschmack und jede Altersklasse genau das Richtige.

Der März steht ganz im Zeichen der Literatur. In Kooperation mit dem Aachener Schriftsteller Suleman Taufiq werden im Rahmen der erstmals stattfindenden Veranstaltungsreihe „Literatur in der Nadelfabrik“ drei interkulturelle, deutschsprachige Autoren aus ihren Werken lesen. Den Auftakt am Freitag, 11. März, 19 Uhr, macht Safiye Can.

Ihre Lyrik und Prosa wurde in mehrere Sprachen übersetzt. Die Deutsch-Libanesin Andrea Karimé ist Kinderbuchautorin und verbindet ihre Erzählungen oft mit orientalischen Märchen (Donnerstag, 17. März, 17 Uhr). Mit dem Italiener Franco Biondi findet die Reihe ihren Abschluss. Der Essayist, Lyriker und Romancier gibt ebenfalls einen Einblick in seine verschiedenen Werke (Freitag, 18. März, 19 Uhr).

„Die Lyrikreihe ist ganz neu und wir hoffen, dass sie bei den Zuschauern gut ankommt“, sagt Suleman Taufiq, „die neue deutsche Literatur kann zur Kulturverständigung beitragen. Vor gut 20 Jahren war es wesentlich schwieriger, ein Publikum für deutschsprachige Kultur von nicht-deutschen Autoren zu finden.“

Kultur und Politik spielen auch bei der Podiumsdiskussion zum Thema Syrien am Montag, 14. April, ab 19 Uhr in der Nadelfabrik eine Rolle. Wobei es den Akteuren hier ganz klar darum geht, eine Diskussion zu führen, wie sie nicht schon viele Male im Fernsehen zu sehen war, wie Walter Köth, Leiter der Nadelfabrik, betont. „Uns interessiert vor allem, was das für Menschen sind, die aus Syrien kommen.

Wie ist das Leben in ihrem Heimatland und welche Art der Politik wird dort betrieben? Zudem möchten wir Perspektiven aufzeigen und uns der geschichtlichen Entwicklung widmen.“ Und Taufiq ergänzt: „Wenn gut acht Millionen Menschen innerhalb und außerhalb Syriens auf der Flucht sind, dann gibt es dort nicht nur Handlungs-, sondern auch Redebedarf.“

Nicht politisch, dafür aber ganz bunt und lebendig wird der Tag der Offenen Tür der Nadelfabrik am Sonntag, 24. April, ab 13 Uhr. Interessierte haben die Möglichkeit, das Haus und die Institutionen besser kennenzulernen und das Rahmenprogramm zu genießen.

Ab Mai spielen sich dann wieder viele Programmpunkte im Freien ab. Sei es das Das Da Theater, das große Familienfest oder das Park-Flimmern – der Kennedypark bietet mit seiner besonderen Atmosphäre Platz für ausgelassene und friedliche Stimmung. Das Park-Leuchten im Oktober bildet zwar den traditionellen Abschluss der Freiluft-Saison, impliziert aber nicht, dass ab diesem Zeitpunkt keine Veranstaltungen mehr stattfinden. Köth: „Es wird auch einige Ausstellungen im Haus geben, wie zu Beispiel von Amnesty International. Überhaupt passiert in der Nadelfabrik eine ganze Menge. Vorbeischauen lohnt sich immer.“

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