Lions-Club Kaiserpfalz hilft, Sorgen Dritter zu lindern

Von: Peter Schopp
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100 Jahre Lions Club International: Anlässlich des Geburtstages des Dachverbandes stellten Günter Kerpen, Cordula Ant, Heidi Schneider und Heribert August (von links) die Aktivitäten des Lions Clubs Aachen Kaiserpfalz dar. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Es gilt, einen runden Geburtstag zu feiern. Diesmal ist nicht der gerade begangene 70. Jubeltag von Monsignore Heribert August gemeint – obwohl dieser auch mit dem aktuell anstehenden Fest eng verbunden ist. August ist nämlich Gründungsmitglied des Lions Club Aachen Kaiserpfalz, und die Dachorganisation Lions Club International begeht in diesem Jahr den 100. Gründungstag.

Für August und den momentan gewählten Vorsitzenden des Lions Club Aachen Kaiserpfalz, Günter Kerpen, Grund genug, ein Résumé der eigenen Vereinsaktivitäten zu ziehen.

Gegründet am 23. Mai 1986, hat sich die Gemeinschaft natürlich der Idee des Lions Clubs verschrieben, Gutes zu tun, wo es notwendig ist. Allerdings gingen die Protagonisten damals sehr schnell eigene Wege und installierten eine Idee: unbürokratisch und schnell Menschen zu helfen, die unverschuldet in eine missliche Situation geraten sind. Sie nannten das Projekt „Kleine Schritte – Große Wirkung“, und August war in seiner Position als Kaplan von St. Michael oft Ansprechpartner in Momenten, in denen Menschen verzweifelt waren und keinen Ausweg sahen.

Sein Verein stellt da Geld zur Verfügung, wo es ganz kurzfristig gebraucht wird. Notfälle wie der der sechsköpfigen Familie, die eine neue Wohnung beziehen musste, die notwendige Kaution aber bar vorlegen sollte und dies aber nicht konnte, sind an der Tagesordnung. Und das im Wortsinn. „Als Pastor war ich in solchen Fällen oft involviert“, schildert August seinen einstigen Alltag. Da verschmolz dann auch schon einmal das Amt des Kaplans mit dem des Lions Club Mitgliedes.

So konnte August eine lange Zeit einen festen monatlichen Betrag in Höhe von 1000 Euro für die schnellen und unbürokratischen Hilfsaktionen verwenden. „Insgesamt können wir in jedem Jahr ungefähr 50.000 Euro für unsere Aktivitäten zur Verfügung stellen“, ist Kerpen erkennbar stolz auf die Leistungsfähigkeit seines Lions Clubs. Neben den größeren Hilfsaktionen wie die Unterstützung diverser Schulprojekte, integrativer Projekte oder der Jugendförderung im Allgemeinen liegt das Augenmerk vor allem auf regionalen Aktionen.

„Kleine Schritte – Große Wirkung“ hat im Verein von Beginn an einen hohen Stellenwert, und das bestätigen auch Heidi Schneider von der Fachberatungsstelle der Kooperation Caritas/Wabe und Cordula Ant vom Katholischen Verein für soziale Dienste SKM. Sie haben in den vergangenen Jahrzehnten oft mit dem Lions Club zusammengearbeitet, wenn es wieder einmal darum ging, auf kurzen Wegen schnell zu helfen. Und sind dankbar dafür. „In manchen Situationen dauert es auf bürokratischem Weg oftmals zu lange, um schnelle Lösungen zu erreichen“, weiß Ant und schätzt den kurzen Draht zum Lions Club sehr. „Wir konnten seit dem Projektstart vor ungefähr 25 Jahren 250.000 Euro für die „Kleinen Schritte“ ausgeben“, blickt August auf eine stolze Summe zurück.

Das Geld dafür wird aus mehreren Quellen geschöpft. Da sind zunächst die Mitgliedsbeiträge, dann persönliche Spenden der Mitglieder und schließlich die verschiedenen Aktionen, verteilt über das ganze Jahr. Der Crêpeverkauf auf dem Nikolausmarkt an St. Johann, das jährlich stattfindende Golfturnier der Mitglieder oder die Sammlung von Gold, von dem sich Zahnarztbesucher trennen müssen – all das sorgt für das Budget des Vereins.

Aachen verfügt insgesamt über acht Lions Clubs, der Lions Club Aachen Kaiserpfalz hat mit seinem „Kurze Wege – Große Wirkung“-Projekt ein Alleinstellungsmerkmal. Das wird wohl auch in Zukunft so bleiben, auch wenn August nicht mehr als Kaplan tätig ist. Ein paar Jährchen möchte er das Projekt schon noch begleiten und mit seinem Club dabei helfen, Sorgen zu lindern.

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