Linke in Rage über Planung im Kronprinzenquartier

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Aachen. Der Verkauf des Projekts „Kronprinzenquartier“ an der Beverstraße und die Folgen daraus bringen die Linksfraktion im Rat auf die Palme.

Die neue Vorhabenträgerin, die „Aug. Prien Immobilien Projektentwicklungsgesellschaft mbH“ aus Hamburg, habe „anscheinend äußerst ‚spezielle‘ Vorstellungen von sozialem Miteinander in Wohneinheiten, heißt es in einer Stellungnahme. Anstelle einer Verteilung des 20-prozentigen Anteils von Sozialwohnungen im gesamten Gebäudekomplex sei nun die ausschließliche Konzentration im sogenannten „Nordriegel“, also an einer Stelle geplant.

„Das ist ein unwürdiges Geschacher, das zurzeit um den Anteil und die Platzierung von preiswertem Wohnraum im Kronprinzenquartier stattfindet“, kommentiert Marc Beus, planungspolitischer Sprecher der Fraktion, die Forderungen des neuen Investors. „Der schattige Nordflügel soll zusätzlich wohl zugleich als ‚Lärmschutz‘ zur Kita Mittendrin und Barriere zum öffentlich geförderten Wohnraum in der Goerdeler-straße dienen, um die teureren Wohnungen dadurch weiter aufzuwerten. Das widerspricht eklatant der Grundidee einer gesunden Durchmischung von Wohnquartieren und den Zielen einer modernen und sozialen Stadtplanung“. heißt es weiter.

Darüber hinaus solle nun auch noch die Frage diskutiert werden, „ob sich der 20-Prozent-Anteil preiswerten Wohnraums auf die Gesamtwohnfläche oder die Wohneinheiten bezieht“, wundert sich Fraktionsvorsitzender Leo Deumens. „Selbstverständlich wird die Gesamtwohnfläche bei der Berechnung zugrunde gelegt“, argumentiert er. „Ansonsten würden Investoren, aufgrund der flächenmäßig wesentlich kleineren geförderten Wohnungen, deutlich unter der 20-Prozent-Marke bleiben.“

Für die Linke stehe fest, dass den Forderungen des Investors „entschieden entgegengetreten werden muss“. Enttäuscht zeigt sich die Fraktion, „dass – trotz aller Lippenbekenntnisse zum öffentlich geförderten Wohnraum im Aachener Stadtrat und den Fachausschüssen – nun ernsthaft über das unverschämte Anliegen des neuen Investors im Planungsausschuss diskutiert werden soll“.

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