Linden arbeitet OB-Nachfolger direkt ein

Von: Bernd Büttgens
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Linden
Der scheidende Aachener Oberbürgermeister Dr. Jürgen Linden. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Der scheidende Aachener Oberbürgermeister Dr. Jürgen Linden erlebt heute Abend tatsächlich noch eine Premiere. Er ist erstmalig Wahlleiter bei der Kommunalwahl. Als Kandidat war ihm die Leitung einer Wahl bislang nicht gestattet. Im Gespräch mit unserer Online-Redaktion um 18.10 Uhr räumt er ein: Ein bisschen Wehmut ist schon dabei.

Herr Oberbürgermeister, zum ersten Mal leiten Sie die Kommunalwahl. Wir haben nun 18.10 Uhr, gleich wird Ihr Nachfolger bestimmt. Wie blicken Sie auf das, was nun hier heute Abend in der Aula der RWTH Aachen vor Ihnen liegt?

Linden: Es wird in der Tat ernst, und ich gebe zu, dass ich den Tag mit gemischten Gefühlen verbracht habe. Und dass nicht nur mit Blick auf die engen Ergebnisse, die uns bevorstehen, sondern auch mit Blick auf meine eigene Person. Ab morgen gibt es in der Tat den neugewählten Oberbürgermeister, und ich habe dann noch sieben Wochen im Amt.

Das muss für Sie nach 20 Jahren im Amt, als dienstältester OB in Nordrhein-Westfalen, schon ein deutlicher Einschnitt sein.

Linden: Ja, natürlich. Ich bin dann auf Raten schon auf Abschiedstour, das ist klar.

Werden Sie Ihren Nachfolger ab morgen einarbeiten?

Linden: Ganz egal, wer der Nachfolger sein wird: Ich werde ihn sofort einladen, an Verwaltungsvorstandssitzungen teilzunehmen. Ich werde ihm auch das ganz normale Prozedere des Arbeitens im Rathaus erklären - von der Postbearbeitung bis zum Wiedervorlagesystem. Meine Methoden werde ich ihm zeigen, natürlich muss er dann selbst entscheiden, wie er es machen möchte. Ich bin seit Wochen schon dabei, einen Zettel anzulegen mit laufenden Projekten, die wichtig sind - und in die ich den Nachfolger dann auch einführen möchte.
Wir werden die sieben Wochen wohl gut nutzen.

Haben wir einen engagierten Wahlkampf erlebt? Gab es die erforderliche Zuspitzung?

Linden: Der Wahlkampf selbst ist sehr engagiert geführt worden. Sieben OB-Kandidaten, zehn Parteifarben - das kann ich schon sehen lassen. Es stimmt, die Zuspitzung in den Themen hat gefehlt. Das zeigt aber auch, dass Aachen gut im Schuss ist. Wir müssen die Chancen jetzt verwerten.
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