Aachen - Lieder von Mutter und Sohn: „Unsere Musik ist einfach ehrlich!”

Lieder von Mutter und Sohn: „Unsere Musik ist einfach ehrlich!”

Von: Sarah Sillius
Letzte Aktualisierung:
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Uber die Musik finden sie zu sich selbst, aber auch zueinander: Ulrike Haller und ihr Sohn Martin haben ein gemeinsames Album mit dem Titel „Hope” aufgenommen. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Sie verstehen sich blind. Das ist nicht zu übersehen, wenn Ulrike Haller und ihr Sohn Martin zusammen im Wohnzimmer sitzen und Musik machen. Sie singt, er spielt Gitarre. „Dann bin ich locker, dann bin ich so wie ich bin”, sagt Ulrike Haller und strahlt.

„Martin ist meine größte Inspiration.” Martin geht es ähnlich: „Ich weiß genau, welcher Song ihr gefällt.” Manchmal passiert es den beiden sogar, dass sie im gleichen Moment das Gleiche denken und fühlen. Oder dass Martin vor dem Schlafengehen plötzlich Akkorde und eine Melodie einfallen, und seiner Mutter unabhängig davon ein Text, den sie dann am nächsten Tag zu einem Song zusammenfügen.

Weil sie sich in und auswendig kennen, funktioniere ihr Zusammenspiel so gut. Nun ist das erste gemeinsame Album mit dem Titel „Hope” von Ulrike und Martin Haller erschienen. Die elf sehr gefühlvollen Songs - bis auf einen selbst geschrieben - haben sie zusammen mit Pablo Paredes am Piano und Harald Ingenhag an den Percussions im Studio aufgenommen. Das war für Mutter und Sohn Haller ein besonderes Erlebnis, „spirituell und wie eine Geburt”. Und dann schließlich die CD in den Händen zu halten, sei „einfach großartig” gewesen.

Mutter und Sohn Haller nennen sich „Candid”. Das englische Wort spiegelt das wieder, was den Sound der beiden ausmacht. „Die Musik ist einfach ehrlich”, sagt Martin. „Die CD ist so, wie wir sind”, erklärt seine Mutter. Die beiden lassen sich nicht gern in eine bestimmte musikalische Ecke drängen. Klar, gibt es Einflüsse, oder Musiker, die sie bewundern.

Martin Haller mag John Mayer oder Jamie Cullum, Ulrike Haller hört alles Mögliche: Pop, Jazz, Akustik, aber auch klassische Musik. Klingen wollen die beiden Musiker nicht wie irgendwer anders. „Das ist doch das Geheimnis der Musik, wenn sie sich nicht einordnen lässt. Wenn wir Musik machen, dann ist das spontan”, sagt Ulrike Haller.

Erst vor acht Jahren widmete sie sich ganz der Musik, nahm Gesangsunterricht, machte sich auf die Suche nach anderen Musikern und Ideen. Begegnet ist sie dabei vielen Zigeunern, erzählt sie. „Die machen so gute Musik, weil sie einander genau kennen.” Das hat Haller beeindruckt. Sie ist dankbar und froh, dass sie mit ihrem Sohn musizieren kann, mit jemandem, dem sie hundertprozentig vertrauen kann.

Als nächstes steht die Präsentation des neuen Albums an. Wer mit Leib und Seele Musiker ist, der muss raus auf die Bühne, meint Ulrike Haller. Dabei geht es ihr nicht darum, sich selbst zu feiern. Es geht ihr einzig um die Musik.

Auch wenn sie das Musikgeschäft noch besser kennenlernen muss, wie sie sagt, ist sie inzwischen bei sich angekommen. „Ich bin auf dem richtigen Weg”, sagt sie mit Überzeugung. Die Musik ist für sie eine Arbeit, für die sie bereit ist, Opfer zu bringen. Etwas, das ihr Kraft gibt. „Wenn ich singe, dann kehren meine Lebensgeister zurück.” Ihrem Sohn geht es genauso. Auch er will das Gitarrespielen und Singen zu seinem Beruf machen. Etwas anderes als Musik machen kann er sich nicht vorstellen. Ebenso wenig wie seine Mutter.

Auftritt im Franz

Ihr neues Album „Hope” präsentieren „Candid” am Freitag, 14. Januar, um 20 Uhr im Franz, Franzstraße 74.
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