Liebeserklärung an schäumende Lebenslust

Von: Hanna Sturm
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„Ein Abend voller Seligkeit”: Unter Leitung von Mirka Mörl begeisterten die Sängerinnen und Sänger von „CantoAmore” bei der Premiere ihres neuen Programmes im Eurogress. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Eine Liebeserklärung an die schäumende Lebenslust der zwanziger Jahre - so könnte man das neue Programm des Kammerchores „CantoAmore” beschreiben. „Die zwanziger Jahre waren einfach eine Zeit der ganz besonderen kulturellen Blüte, und die Musik ist auch eine persönliche Leidenschaft von mir”, erklärt Chorleiterin Mirka Mörl.

Mit „Ein Abend voller Seligkeit” feierte „CantoAmore” im Eurogress die Premiere seines dritten großen Programms.

Vor sechs Jahren gründete die Gesangspädagogin Mirka Mörl in der Gemeinde Philipp Neri den Kammerchor, dessen Repertoire Klassik, moderne Jazzarrangements und auch eigene Stücke in Öcher Platt umfasst. Jeweils sechs Sänger besetzen die vier verschiedenen Stimmlagen.

„Wir legen schon Wert auf gesangliche Qualität des Chores und einen ausgewogenen Gesamtklang”, betont die Chorleiterin. In ihre Konzerte lassen die Sänger auch tänzerische und schauspielerische Elemente einfließen. „Die Chormitglieder sind wirklich sehr offen für Schauspiel und Bewegung. Und das Wichtigste ist, dass jeder wirklich einfach alles gibt und mit Herzblut dabei ist.”

Dieses Engagement war auch bei „Ein Abend voller Seligkeit” deutlich zu spüren. In den zwei Teilen des Konzerts konnten die 24 Sänger und Sängerinnen ihren Facettenreichtum beweisen. Im ersten Teil präsentierte „CantoAmore” ausgewählte Stücke aus Leonard Bernsteins Musical „West Side Story”.

Die weltbekannten Lieder wurden in der unbekannten und sehr anspruchsvollen Chorfassung zu einem neuen Klangerlebnis. Besonders das auf acht Frauenstimmen angelegte „I feel pretty” und das nur von Tenor und Bass gesungene „Maria” begeisterten das Publikum. Auch das herrlich gefühlvolle „Somewhere” gewann durch die große Ausdruckskraft des Chores erheblich an Gänsehautpotential.

Im Gegensatz zu der dramatischen und manchmal sogar bedrohlichen Stimmung von „West Side Story”, herrschte im zweiten Teil des Konzerts eine sehr lebendige, humorvolle und überschäumende Stimmung. Diesmal im schicken Balloutfit, präsentierte der Chor neue Arrangements von Stücken der Comedian Harmonists, Max Raabe und George Gershwin.

Mit viel Bewegung, Kabaretteinlagen und unvergesslichen Titeln wie „Lass mich dein Badewasser schlürfen” oder „Mein kleiner grüner Kaktus” übertrug sich die ausgelassene Stimmung augenblicklich auf das Publikum.

Ein Video-Mitschnitt des Konzerts ist bei „Aixcellent” im Büchelpalais erhältlich.
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