Liebeserklärung an Aachen ist der Hit im Netz

Von: Stephan Kreutz und Albrecht Peltzer
Letzte Aktualisierung:
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Und plötzlich geht das Video durch die Decke: Hessam Rassoulis „Oche“ ist der Hit im Internet. Bisher gibt es knapp 110.000 Aufrufe auf Facebook. Der gebürtige Iraner lebt seit über 20 Jahren in Aachen Foto: Kreutz

Aachen. Eigentlich hat er den Song nur für sich selbst geschrieben – und plötzlich ist er ein Hit im Netz. „Oche“ heißt das Lied aus der Feder von Hessam Rassouli schlicht, eine ganz besondere Liebeserklärung an die Heimat.

Zunächst war da nur eine Strophe, dann der Refrain. Mehr nicht. Der 34-Jährige Musiker hat das Material einem Freund vorgespielt, der sofort begeistert war. Das müssen wir aufnehmen, sagte er – praktischerweise von Beruf Produzent. Der Start einer bemerkenswerten Erfolgsgeschichte. Dom? Rathaus? Nein, es wurde kein Werbemedium wie so viele andere. Die Sehenswürdigkeiten kennt man in Aachen und natürlich darüber hinaus. „Uns ging es darum, auch das Innere zu zeigen“, sagt Rassouli.

Das Lebensgefühl, das, was Aachen und die Aachenerinnen ausmacht. Auch, um sich abzugrenzen. Gegenüber der großen Konkurrenz an der Rheinschiene. Der Öcher ist dem Teufel zu schlau, sagt Hessam Rassouli mit Augenzwinkern. Gesicht und Identität zeigen, das wollte er mit Worten und Bildern. Wie kommt er auf die Ideen? „Ich mag es, auf den Straßen unterwegs zu sein, sagt er. „Aachen ist eine bunte Stadt.“

Mit dem Smartphone werden diese Aachen-Szenen eingefangen, Rassoulis Song als „Filmmusik“ unterlegt. Immer wieder wird er mit Gitarre eingeblendet, dazwischen wird der Betrachter auf den ganz persönlichen Streifzug durch Aachen mitgenommen. Am Bahkauv geht es vorbei, durch den Kennedypark, über den Campus. Freundliche Öcher zeigen den Klenkes, ihr Lächeln ist ansteckend, manche tanzen.

Auf positive Resonanz habe er gesetzt, war Rassouli durchaus selbstbewusst. Dass sie aber solche Ausmaße annahm, überstieg dann doch seine Vorstellungskraft. „Wir haben gedacht, wenn das 10.000 oder 20.000 Leute sehen, dann ist das schon derbe gut.“ Dann wurden es auf Facebook – bisher – knapp 110.000. „Damit haben wir nicht gerechnet, niemals.“

Umso mehr freut sich der bekennende Aachener, der auf der Hörn lebt, über jede Nachricht, über jede Reaktion. Aachener haben sich aus den USA gemeldet, aus Neuseeland. Viele natürlich auch aus Deutschland. „Wir vermissen unsere Heimat“, haben sie Rassouli geschrieben – was ihm die Tränen in die Augen trieb. „Das alles ist sehr, sehr schön.“

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