Lieber schöne Lieder statt langer Reden

Von: Rauke Xenia Bornefeld
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Kamen schnell zu einer Entscheidung: die Jury mit OB Marcel Philipp, Bernd Mathieu, Vera Blazek, Dompropst Helmut Poqué, Wolfgang Rombey, Harald Müller und Heribert Zantis. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Vera Blazek, Vorsitzende des Kulturvereins Aachen-Prag, hat es versprochen und gehalten: Sie ermöglicht den Jungen des Aachener Domchores und den Mädchen des Prager Kinder- und Jugendchores „Zvonky“, sich nach 2009 und 2012 wiederzusehen und ihre noch relativ jungen Freundschaften weiter zu vertiefen.

 Wahrscheinlich hätte es dafür nicht gleich ein Preis sein müssen, aber die Jury des Kulturpreises Karl IV. des Kulturvereins Aachen-Prag fackelte bei ihrer Sitzung am 27. November nicht lange: Der Aachener Domchor und der Prager Kinder- und Jugendchor „Zvonky“ sind die Preisträger 2013 und treffen sich somit bei der Preisverleihung am 7. Juli in Aachen wieder.

Der Kulturpreis Karl IV. zeichnet jetzt zum vierten Mal Persönlichkeiten und Institutionen aus, die sich um die Intensivierung der Kontakte zwischen Aachen und Prag, die Verständigung Deutschland und Tschechiens sowie der Förderung von Kultur, Kunst und Wissenschaft beider Länder verdient gemacht haben.

„Sonst diskutieren wir einige Zeit über die Vorschläge. Diesmal war es eine einfache Entscheidung, die schnell und einstimmig gefallen ist“, berichtete Jury-Mitglied Prof. Bernd Mathieu, Chefredakteur unserer Zeitung. „Denn die beiden Chöre erfüllen nicht nur die Kriterien, die Grundlage für eine Preisverleihung sind. Sie vertreten auch die junge Generation.“ Der Preis habe zwar eine historische Dimension, aber die müsse mit Leben gefüllt werden.

Das sei den beiden Chören in den vergangenen vier Jahren auf erfrischende Weise gelungen. So freute sich auch Oberbürgermeister Marcel Philipp über die Entscheidung der Jury: „Nichts ist wichtiger, als sich persönlich zu begegnen. Die beiden Chöre haben bereits gezeigt, dass sie sich über alle Sprachbarrieren hinweg über das Singen verständigen.“

Die Wertschätzung, die den beiden Chören entgegen gebracht wird, zeigt sich auch in der Planung der Preisverleihung: Erstmals öffnet der Dom seine Pforten für so eine Veranstaltung. „Es passt gut zusammen, weil die beiden Chören zuvor ja bereits musikalisch im Hochamt aktiv sind“, erklärte Dompropst Msgr. Helmut Poqué.

In Familien untergebracht

Untergebracht werden die 53 Vertreterinnen des 220 Stimmen starken Chores in den Familien der Domchor-Mitglieder. Und so wird die Zeit um den 7. Juli nicht nur sehr musikalisch, sondern auch geprägt von wachsender Vertrautheit.

Preisverleihung am 7. Juli

Die Preisverleihung 2013 ist am 7. Juli im Aachener Dom. Sie beginnt um 11.30 Uhr mit dem Hochamt, das der Aachener Domchor und „Zvonky“ musikalisch gestalten. Um 12.30 Uhr erfolgt die Preisverleihung.

Die bisherigen Preisträger sind durchaus bekannte Menschen: der ehemalige Erzbischof von Prag, Kardinal Miloslav Vlk, die Prager Künstlerin Zuzana Ruziková sowie die Eheleute Wirtz aus Stolberg und der Botschafter der Tschechischen Republik in Deutschland, Rudolf Jindrák.

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