Lieber Fahrrad und Roller statt Elterntaxi

Von: Svenja Pesch
Letzte Aktualisierung:
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Abgestempelt: Kinder liefern wertvolle statistische Daten über die Schulbringdienste der Eltern – an Dr. Stephanie Küpper. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Noch greifen nur wenige Kinder der Grundschule Mataréstraße zum Autostempel. Das wird sich aber hoffentlich bald ändern. Denn anlässlich der zum wiederholten Mal stattfindenden Aktion „Autofasten“ des Diözesanrates der Katholiken im Bistum Aachen sollen die Schulkinder lernen, wie sie ganz einfach zur Schule kommen und dabei gleichzeitig etwas für die Umwelt machen.

Die Stempelaktion „Wie bist Du heute zur Schule gekommen“ der städtischen Kampagne „FahrRad in Aachen“ ist Teil eben dieses Projektes und richtet sich explizit an Kinder und Jugendliche.

Zwei Wochen lang sollen die Schülerinnen und Schüler genau dokumentieren, wie sie allmorgendlich den Weg zur Schule passieren. In einer großen Tabelle tragen sie mithilfe eines Stempels ein, ob sie mit dem Bus gefahren, zu Fuß gekommen sind, von den Eltern mit dem Auto gebracht wurden, Fahrrad oder Roller benutzt haben – oder ob sie mit dem Auto an einer eingerichteten „Elternhaltestelle“ ausgestiegen sind.

„Wir möchten durch die Aktion nicht nur etwas für das Klima und die Umwelt tun, sondern gleichzeitig auch die Verkehrssicherheit erhöhen“, betont Dr. Stephanie Küpper, Projektleiterin „FahrRad in Aachen“ und ergänzt: „In Aachen beteiligen sich mehr als 2000 Grundschüler an der Stempelaktion. Dadurch hoffen wir, dass die Schüler über ihr eigenes Mobilitätsverhalten nachdenken und lernen, wie ihr Verhalten sich auf die Umwelt, das Klima und die Erde auswirkt.“ Ganz nebenbei erhält man statistische Daten. Auch das Problem des morgendlichen Verkehrschaos‘ vor den Schulen soll so aufgelöst werden, da die Eltern ebenfalls in die Aktion einbezogen werden.

Dass Handlungsbedarf besteht, zeigt eine Befragung aus dem Jahr 2014 an Aachener Grundschulen, die deutlich machte, dass ungefähr 30 Prozent aller Grundschüler mit einer Schulweglänge von maximal 1500 Metern zur Schule begleitet werden. Dieser Tatsache möchte die städtische Kampagne entgegenwirken. Nicole-Kathrin Gabor, Referentin Diözesanrat der Katholiken im Bistum Aachen, weist in diesem Zusammenhang noch auf weitere Aktionen innerhalb des „Autofastens“ hin.

„Bis 16. April setzen wir auf die Teilnahme von vielen Bürgerinnen und Bürgern, die ganz bewusst Autokilometer sparen wollen. Auch viele Gruppen, Initiativen und Vereine beteiligen sich. Die Zielsetzung lautet ganz klar: Praktische Lösungen aufzeigen, wie man alternative Mobilität praxisnah umsetzen kann und dadurch den Klimaschutz fördert.“ Die Grundschüler der Mataréstraße werden in den kommenden zwei Wochen zeigen, ob sie den Klimaschutz ebenfalls unterstützen und häufiger auf das Elterntaxi verzichten werden.

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