„Liebe und Geld“: Schüler der Theaterschule mit besonderem Prüfungswerk

Von: Marie Eckert
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Besonders gelungenes Prüfungswerk: Schülerinnen und Schüler der Theaterschule zeigen das Stück „Liebe und Geld“ jetzt allen Theaterinteressierten. Morgen ist Premiere in der Schleswigstraße. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Liebe oder Geld, materieller Erfolg oder emotionale Sicherheit – oder geht auch beides? Im Leben von Jess (Natalie Mallmann) und David (Florian Wugk) spielt diese Frage eine zentrale Rolle. Die kaufsüchtige Jess hat Schulden angehäuft, ihr Partner David, ein Literaturwissenschaftler, versucht mit einem zweiten Job das Geld aufzubringen, ackert unermüdlich. Denn: Wenn die finanziellen Sorgen verschwunden sind, kann das junge Paar aufatmen und endlich glücklich werden, denkt er.

Das Stück „Liebe und Geld“ des Briten Dennis Kelly war eigentlich ein Prüfungswerk einer Gruppe von Schülern der Theaterschule Aachen. „Die Prüfung war allerdings so gut gelungen, dass wir uns entschieden haben, das Stück auf die Bühne zu bringen und den Leuten zu zeigen“, erklärte Ingeborg Meyer, Leiterin der Theaterschule. Unter der Regie von Katharina Weishaupt erarbeiteten die Schülerinnen und Schüler des siebten Semesters das moderne Drama – Premiere des Stücks ist am Mittwoch, 4. November, um 20 Uhr in der Theaterschule in der Schleswigstraße 15.

Das Stück ist tragisch, aber unterhaltsam, sagte Meyer. Ein Beispiel: Val (Svenja Triesch), Paul (Fabio Piana) und David sitzen im Büro und scherzen, sind ausgelassen. David braucht einen Job, Val kann ihm einen verschaffen – doch plötzlich kippt die Stimmung. David, der sogar mal einen Preis für eine Kurzgeschichte gewonnen hat, wollte nie, dass Geld das Wichtigste in seinem Leben ist, muss nun aber seinen Stolz aufgeben und einen zweiten Job antreten. „Die Thematik ist sehr modern, und im Stück sehen sich die Figuren gegenseitig dabei zu, wie sie auf ein böses Ende zuschlittern“, verriet Florian Wugk. Wobei Ende nicht gleich Ende ist: Das Stück wird von hinten nach vorne erzählt. Es beginnt mit dem tragischen Ereignis, dem eigentlichen Ende, und endet wiederum mit einer fröhlichen, hoffnungsvollen Szene, die am Anfang der Geschichte um David und Jess steht. Ramon Linde als Erzähler erklärt und lässt die Zuschauer im Stück zurückblicken, Sebastian Klein spielt den Vater von Jess.

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