Lichterfest im Glück: Um Punkt 19 Uhr hört der Regen auf

Von: Jutta Katsaitis-Schmitz
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Eindrucksvolles „Lichtbild“: Beim Burtscheider Lichterfest wurden am Samstagabend 7000 Kerzen entzündet. Foto: Martin Ratajczak

Burtscheid. Es sah duster aus am Samstagabend, der Regen strömte nur so herab. Und doch hatten die Burtscheider Glück. Punkt 19 Uhr, als die liebevoll ausgelegten 7000 Lichtlein entzündet werden sollten, stoppte der Regen ganz plötzlich und der Wiesenhang der Kurparkterrassen erstrahlte im Glanz der malerisch gestalteten Motive von neun Vereinen, dem Vinzenzheim und der KGS Michaelsbergstraße.

„Jedes Jahr kommen wir zum Lichterfest. Diesmal sind die Lichtermotive besonders gut gelungen“, erklärten Helma und Walter (72) Knörchen aus Burtscheid. Auch Marita Krieg kommt seit drei Jahren eigens aus Bildchen zum Lichterfest. „Hier ist eine tolle Atmosphäre, mit toller Musik und netten Leuten in allen Altersklassen“, begeisterte sie sich.

Begonnen hatte das Fest am Nachmittag mit der traditionellen Appeltaatkermes für 120 Senioren, ausgerichtet von den St. Hubertus-Schützen. Die Ältesten waren Johanna Velz (93) und Günther Mohren (88). Für alle gab es nicht nur die Appeltaat, sondern auch eine Tombola und ein buntes Programm mit Hans Montag sowie Angelika und Sarah Kutsch mit Öcher Verzäll, Rümselcher und Leddchere. Die Kurparkterrassen waren in eine kleine Zeltstadt verwandelt worden. Neben der überdachten Bühne stand ein gewaltiges Muschelzelt, in dem die Walheimer Big Band mit zündenden Rhythmen viel Applaus einheimste.

Nahtlos ging das musikalische Programm mit der Coverband „Don’t Stop“ weiter, die Hits aus allen Zeiten spielte. Zwischen Getränketheken, dem Verkaufswagen mit Naschereien sowie den mit großen Schirmen überdachten Tischrunden im Freundeskreis war Svenja Bräutigam beim Kinderschminken bemüht, die Jüngsten in Tiger oder kleine Elfen zu verwandeln. „Seit drei Stunden schminke ich schon etwa 50 Kinder und hatte nur fünf Minuten Pause dabei“, erzählte lachend die junge Erzieherin, die in Burtscheid als Weinprinzessin 1995 keine Unbekannte ist.

Mit Kindern wurde auch das Bühnenprogramm fortgesetzt. Katharina Wernert begleitete auf der Gitarre den 50-köpfigen Schulchores der KGS Michaelsbergstraße. Seine Premiere erlebte das neue Gesangsduo „De Pöngcher“ (Dirk Chauvistré und Ulli Havermann), das das Publikum zum Schunkeln brachten. Nahtlos ging’s mit Hans Montag weiter, der nach 50 Jahren Karneval und 30 Bühnenjahren beginnt, „leise Tschö“ zu sagen. Einen Vorgeschmack auf seine „venezianische“ Session gab der Prinz in spe Bernd I. mit seinem Hofstaat und italienischen Melodien. Als souveräner Moderator agierte Werner Spelthahn, Vorsitzender der IG Burtscheider Vereine, der auch den Anwohnern für das Schmücken ihrer Fenster und Balkons dankte. Natürlich fehlte das traditionelle Feuerwerk nicht.

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