Lichtaktionstag: Sichtbar und sicher unterwegs

Von: Lamar-Aron Klaßen
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Die Stadt Aachen und die Polizei informierten über die richtige Fahrradkleidung für die dunkle Jahreszeit. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Gleich mehrere Stände informierten am Elisenbrunnen darüber, wie wichtig es vor allem in der nun beginnenden „dunklen Jahreszeit“ ist, sich im Straßenverkehr erkenntlich zu machen. An einem Stand präsentierte sich die Stadt mit der Kampagne „FahrRad“.

Seit 2008 ruft sie beim jährlich stattfindenden Lichtaktionstag in Kooperation mit der Polizei und dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) dazu auf, Warnwesten zu tragen und Fahrräder ordnungsgemäß zu beleuchten. Die Gründe dafür liegen in alarmierenden Zahlen: Statistisch gesehen ereignen sich 27 Prozent aller Straßenverkehrsunfälle bei Dunkelheit. Zudem geschehen 30 Prozent aller Unfälle mit Todesfolge, wenn es dunkel ist und das trotz deutlich geringerem Verkehrsaufkommen zu diesen Zeiten.

Für Dr. Stephanie Küpper, Projektleiterin der Kampagne „FahrRad in Aachen“, sind die Ursachen dieser Zahlen vielschichtig. „Ich sehe in der dunklen Jahreszeit so viele Fahrradfahrer ohne Licht. Manchen scheint gar nicht bewusst zu sein, dass sie damit eine Gefährdung für sich und für andere Verkehrsteilnehmer darstellen.“ Küpper stellt bei ihrer Arbeit für „FahrRad“ fest, dass vor allem die junge Generation in Bezug auf Straßenverkehrssicherheit konsequenter erzogen werden muss.

Daher veranstaltet die Stadt Aachen nicht nur im Floriansdorf neben der Feuerwache-Nord diverse Trainings zur Verkehrs- und Mobilitätserziehung, sondern besucht auch selbst Schulen. Neben ausgebildetem Personal erwartet die Kinder dann oftmals eine „Black Box“, in der sie virtuell mit ihrem Rad durch eine Landschaft fahren und bei Dunkelheit Ausschau nach verschieden gut beleuchteten Verkehrsteilnehmern halten müssen.

Ähnlich geht auch die Polizei in der Städteregion vor, die ebenfalls einen Stand besetzte. Elf Verkehrssicherheitsberater sind in der Stadt und der Städteregion unterwegs. Zu ihnen gehört auch Jürgen Steffens, der sich mit seinen Kollegen vor allem für die junge Generation einsetzt. Dieses Engagement beinhaltet Schulwegwanderungen der Erstklässler mit der Polizei, die Verkehrspuppenbühne der Polizei Aachen „Notruf no“, die Unterstützung der praktischen Radfahrausbildung im 4. Schuljahr und viele weitere Aktionen. „Wenn wir die Schulen besuchen, dann tragen wir auch immer stark reflektierende Kleidung, um unsere Vorbildfunktion zu unterstützen“, sagt Steffens.

Reflektierende Accessoires sind laut Hauptkommissar Karl aber definitiv nicht nur Bestandteil der dunklen Jahreszeit, sondern ganzjährig immer eine gute Idee. Seine Aussage der „halben Sicherheit“ vervollständigte Karl auch noch: „Die andere Hälfte setzt sich aus Aufpassen und Rücksichtnahme zusammen.“ Dann stünde der Sicherheit im Straßenverkehr kaum noch etwas im Wege.

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