Aachen - Licht, wo Dunkelheit herrschte: Das Gelöbnis feierlich erneuert

Licht, wo Dunkelheit herrschte: Das Gelöbnis feierlich erneuert

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Gelöbnis feierlich erneuert: Bischof Heinrich Mussinghoff feierte mit den Schwestern vom armen Kinde Jesus im Kloster an der Michaelsbergstraße den 170. Jahrestag der Ordensgründung. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Die Karlstreppe hinauf von den Kurparkterrassen Burtscheids führt direkt in die Michaelsbergstraße vor die Pforten des Klosters der Schwestern vom armen Kinde Jesus. Rund 100 Schwestern standen hier in einem engen Flur Spalier mit brennenden Kerzen in der Hand.

Bischof Heinrich Mussinghoff schaute jede der Schwestern an, segnete sie und unterstrich so die Aufforderung der Aachenerin Clara Fey, der Gründerin dieser Gemeinschaft im Jahre 1844: „Schwestern, gebt besonders der Sorge um vernachlässigte Kinder eure Stimme, bringt also Licht, werdet zum Segen da, wo Dunkelheit das Leben beherrscht.“

Langsam bewegt sich die Prozession zur Hauskapelle. Dort erwarten sie Gäste, um 170 Jahre Ordensgründung mitzufeiern. In diesem festlichen Gottesdienst ist Klartext angesagt.

Weiter mit Herz und Verstand

Denn die Schwestern, zwischen 45 und 100 Jahren alt, teils mit dem 18. Lebensjahr in die Gemeinschaft eingetreten, stellten fest: „Wir haben uns nicht geirrt, wir gehen diesen Weg weiter mit Herz und Verstand“.

Offiziell wird diese „Feststellung“ die Erneuerung des Ordensgelübte genannt. Am Tag des Gründungsjubiläums standen diese Frauen wieder auf, nannten vor Gott ihre Namen, und jede einzelne fuhr dann fort: „Ich, erneuere heute mein Gelöbnis. In den evangelischen Räten der Jungfräulichkeit, der Armut und des Gehorsams stelle ich mich von neuem dem Dienst der Kirche und der Kongregation der Schwestern vom armen Kinde Jesus zur Verfügung: zu deiner größeren Ehre und zum Heil aller Menschen.“

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