Leuchtende Ideen für die „Lebendige Stadt“

Von: Laura Hentz
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Dezentes Licht erlaubt Lichtspiele: Im Rahmen von „Licht an!“ bietet die Bahnunterführung an der Königstraße ganz neue Darstellungsformen. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Verspinnte Neonröhren, verschmiertes Graffiti oder gar völlige Dunkelheit gibt es bei dieser Unterführung nicht. Stattdessen eine erleuchtete Stadtkarte und LED-Lichter, die auf den Fußgängerweg strahlen. Die Eisenbahnbrücken über die Königsstraße erstrahlen neuerdings in einem neuen Licht und dies ist auch so beabsichtigt.

Die beleuchtete Bahnunterführung ist Teil des geförderten Projektes „Lebendige Stadt“ und setzte sich gegen 500 Bewerbungen durch. „Die Ursache für die Bewerbung der Stadt Aachen kommt von den Mitarbeitern aus der Verwaltung, die mit viel Herzblut dabei waren“, erklärt Bezirksbürgermeister Achim Ferrari bei der feierlichen Einweihung der neuen Illumination.

Bereits im Sommer 2011 begann die Suche nach der perfekten Brücke für das gemeinschaftliche Lichtprojekt des Büros archigraphus, den Stadtwerken Aachen AG, dem Lichtprojekt Aachen e.V., der Handwerkskammer und der DB Netz AG West. Mit dieser Projektbeteiligung gehört die Stadt Aachen zu insgesamt 24 deutschen Städten, die bei der Illumination einer Bahnunterführung mit 25.000 Euro von der Stiftung „Lebendige Stadt“ gefördert wird. Realisiert wurde dieses Projekt von verschiedenen Unternehmen aus der Städteregion Aachen und der näheren Umgebung.

Ziel dabei war es, die Eisenbahnbrücken der Deutschen Bahn freundlicher, heller und auch somit sicherer zu gestalten. So fiel in Aachen die Wahl auf die Brücken über der Königsstraße, die einen besonderen historischen Stellenwert in der Geschichte der Stadt haben. Die steinerne Bogenbrücke und die beiden Stahlbrücken wurden Anfang des 20. Jahrhunderts fertiggestellt und waren seitdem ab der Dämmerung finster. Dies sollte mit der neuen Beleuchtung vorbei sein.

Bei der Illumination griffen die Verantwortlichen auf LED-Lichter zurück, die bei Dunkelheit teilweise auf den Bürgersteig leuchten und somit zu verschiedenen Schattenspielen einladen. Auch sollen diese Lichter die Straße optisch verkürzen. Dabei achtete man sogar auf die Ressourcenschonung. Denn in der verkehrsarmen Zeit in der Nacht werden die energieschonenden Lichter sogar noch gedimmt.

Sowohl bei Licht als auch Dunkelheit ist eine durch Schwarzlicht erleuchtete historische Stadtkarte zu sehen, in der die Königsstraße besonders hervorgehoben ist. Eine Informationstafel, die direkt an der Brücke befestigt ist, informiert sowohl mit Bildern als auch mit Text über die Bedeutung der Königsstraße in der Aachener Stadtgeschichte.

Wirkung unterstützt

Anders als bei der illuminierten Bahnunterführung in Rothe Erde ließen die Initiatoren es etwas schlichter angehen. Keine Farben oder Lichteffekte wurden hier angewendet, sondern reine gelblich leuchtende LEDs. So wird die Wirkung der Brücken und der geschichtsträchtigen Straße unterstützt. Sobald der Frühling dauerhaft in Aachen Einzug hält und den Schnee wegschmelzt, kommen noch weitere Elemente hinzu, wie sichtbare Benennungen der einzelnen Brücken. So können die Aachener auch sehen unter welchen Brücken sie spazieren.

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