„Let’s Thrill“ im Theater K: Von Goethe bis Shakespeare und Michael Jackson

Von: Marie Eckert
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Aachen. Pünktlich zu den fünften Aachener Krimitagen haben sich die Macherinnen der „KrimiMimis“, alias Annette Schmidt und Anush Manukian, Verstärkung geholt. Zusammen mit der Sängerin und Tänzerin Simone el Mellouki Riffi und Ramon Linde, Absolvent der Theaterschule Aachen, präsentierten sie im Theater K am Mittwoch „Let’s Thrill“ – eine skurrile Show, die vor Vielfalt nur so strotzt.

Irgendwo zwischen gruseligen Geschichten, gesungenen Mordmotiven, schaurigen Rachegelüsten und urkomischen Tanz- und Performance-Einlagen liegt der Überbegriff für die bunte Show: eine Krimi-Revue. Zwischen den Tanz- und Gesangsnummern und Geschichten gibt’s immer wieder selbst geschriebene Moderationen.

Das Besondere: Die einzelnen Aufführungen gehen nahtlos ineinander über. Wenn Linde „Eine schreckliche Nacht“ von Tschechow liest, erschaffen die drei Frauen mit Hintergrundgeräuschen wie Fußgetrappel, Knarzen und Windheulen eine düstere Atmosphäre; ist die Geschichte zu Ende erzählt, folgt auf die Spannung ohne Zögern und ohne dass es merkwürdig erscheinen würde eine beinahe witzige Gesang- und Tanzvorstellung zu Michael Jacksons „Thriller“.

Und das ist es, was die „Krimi-Revue“ so unterhaltsam macht: Der reibungslose Übergang vom Gruseln zum Lachen, vom Krimi zur Komödie. Manche Erzählungen vereinen beide Elemente, manche werden durch szenische Darstellungen ergänzt. Und: Welches Bühnenstück kann schon von sich behaupten, dass Shakespeare, Michael Jackson, Goethe und Britney Spears gleichermaßen in ihm vorkommen?

Im Laufe des 90-minütigen Stücks sind alle vier Darsteller in ihren glitzernden Outfits entweder Sänger, Erzähler, Geräuschkulisse, Backgroundtänzer oder eben Hauptdarsteller. Dafür gab’s nach jeder Episode Applaus vom Publikum, und am Ende als Dank für die Anerkennung sogar einen kleinen Stepptanz von Ramon Linde für die Zuschauer.

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