Lesermeinung: Das Baustellenmanagement der Stadt

Von: Stephan Mohne
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Ein Dauerbrenner unter den Auf
Ein Dauerbrenner unter den Aufreger-Themen: Die Baustellensituation in Aachen - hier die Jülicher Straße - wird von vielen als katastrophal eingestuft. Kritik gibt es nicht nur von Autofahrern, sondern auch von betroffenen Anwohnern und Geschäftsleuten. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Die „Aufreger” kommen und gehen. Doch dieses Thema bleibt neben der Sauberkeit in der Stadt ein Dauerbrenner: Baustellen. Aktuell geht es an vielen Ecken und Enden hoch her. Die halbe Innenstadt scheint eine Baugrube zu sein - mit den entsprechenden Folgen unter anderem für den Autoverkehr, aber auch für Anwohner und Geschäftsleute.

In unserem Internetportal „aachener-meinung.de” ist die Tendenz jedenfalls eindeutig: Der Baustellenkoordination wird zumeist ein unterirdisches Einige Stimmen:

Irmgard Müller zum Beispiel würde es „sehr begrüßen, wenn endlich die vielen Baustellen nacheinander gebaut bzw. aufgerissen würden, und nicht alle gleichzeitig. Und alle liegen Wochen offen, ohne dass etwas geschieht.” Die Baustellenwege seien „abenteuerlich” und es werde wenig an die Fußgänger gedacht.

Franz-Josef Thelen meint: „Wer als Aachener Bürger oft in die Innenstadt fährt, läuft inzwischen Gefahr, von einer heftigen Allergie gegen rot-weiß gestreifte Baken und Bänder heimgesucht zu werden. Man kann die Dinger einfach nicht mehr sehen!” Er fügt an: „Wir Öcher sind Ärger gewohnt, aber dermaßen schlimm wie in den letzten beiden Jahren war es nach meinem Empfinden noch nie. Sind plötzlich alle Kanäle auf einmal marode geworden? Warum werden Straßen wieder aufgerissen, wo erst vor kurzem gearbeitet wurde? Oder ist es normal, wenn sich an einer Baustelle tage- und wochenlang überhaupt nichts bewegt?” Franz-Josef Thelens Lösungsvorschlag lautet: „Weniger Baustellen, die vorhandenen Kräfte dort konzentrieren (z.B. Arbeit im Zweischichtbetrieb), schnell fertig werden und ab zur nächsten. Vor allem ist aber eine professionelle Planung notwendig.”

Hingegen stellt H. Oswald fest: „Zu motzen gibt es immer was: Entweder sind es die maroden Straßen, die seit einiger Zeit und auch durch Winterschäden reparaturbedürftig wurden oder auch Oberflächensanierungen erfahren müssen - und andererseits dürfen die Bauarbeiten dann eben nicht mal da stattfinden, wo sie stattfinden sollen.” Klar lasse sich ein Chaos nicht immer vermeiden. Andererseits seien „die hiesigen Zustände verglichen mit anderen Gebieten in denen die Welt mitunter auf dem Kopf steht (Hochwassergebiete) [...] einfach nur lächerliche Kleinigkeiten”.

B. Dornik vertritt folgende Meinung: „Ich finde es schlecht organisiert, dass dann ausgerechnet Straßen gesperrt werden (Normaluhr, Wilhelmstraße), wenn in Aachen Events stattfinden. Dann möchte man aus Belgien anreisen und steht nur im Stau!” Dies müsse besser geplant werden. Auch, „dass so viele Baustellen gleichzeitig sein müssen, ist für mich schwer verständlich.” Und: „Ich würde gerne einen P&R-Parkplatz benutzen, wenn es auch mal einen an der Eupener oder Monschauer Straße gäbe. Ich komme aus Eynatten und müsste bis zum Westfriedhof fahren, um einen nutzen zu können.”

Dass Baumaßnahmen notwendig sind, steht außer Frage”, findet Werner Virnich. Aber: „Dass sie so unkoordiniert abgewickelt werden, ist schwer zu ertragen.” Das gelte etwa für Menschen, die wegen ihrer Arbeit täglich im Straßenverkehr unterwegs sind, zum Beispiel in der ambulanten Pflege.

Eberhard Burlet findet: „Ein wenig Absprache tut wohl Not!” Und nennt als Beispiel etwa die verfehlte Anwohnerinformation in Sachen Lütticher Straße oder auch die Sperrung der Normaluhr am Wochenende des „September Special”. Burlets Fazit: „Das kann die Stadt besser!”
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