Aachen - Leser nehmen das Theater Aachen unter die Lupe

Leser nehmen das Theater Aachen unter die Lupe

Letzte Aktualisierung:
11418207.jpg
Spannender Blick hinter die Kulissen: AZ-Leser lernten bei der Aboplus-Führung viel Wissenswertes über das Theater. Foto: Heike Lachmann

Aachen. Kaum jemand weiß davon, aber das Theater Aachen ist ja eigentlich ein Cabrio. Das Dach lässt sich aufschieben. Die AZ-Leser, die an der Aboplus-Führung teilnahmen, durften nicht nur diese Besonderheit unter der Dachspitze des Theaters besichtigen.

Theater-Verwaltungschef Udo Rüber und der langjährige Dramaturg Lukas Popovic führten mit viel Witz und Charme und noch mehr Insiderwissen durch das traditionsreiche Gebäude.

In zweieinhalb Stunden zeigten sie etwa den haushohen „Eisernen Vorhang“ direkt auf der Bühne (Foto), der aus Sicherheitsgründen in 23 Sekunden heruntergefahren werden kann. Eine halbe Stunde vor jeder Aufführung werde das getestet. Sie erzählten von der Geschichte des „klassizistischen Tempelchens“, erbaut 1822 bis 1825, 1943 von einer Brandbombe getroffen und 1951 wiedereröffnet.

„Wenn das Tempelchen nur ein bisschen dickere Bäckchen hätte“, erklärte Rüber, wäre das Haus nicht so teuer. Durch den begrenzten Platz müssten nämlich viele Dinge aufwendig zwischen den Werkstätten in der Hubertusstraße und dem Theater hin und her gefahren werden. Aufwendig ist die Technik über und hinter der Bühne – in diesem Fall einer sogenannten Guckkastenbühne. Die sogenannte Obermaschinerie beeindruckt mit all den Stangen, an denen jeweils bis zu 500 Kilo hängen können.

Daran werden Requisiten, Teile von Bühnenbildern und auch mal „Hohe Priester“, fliegende Engelchen oder Radfahrer aufgehängt. Kamen während der Führung Fragen auf – Rüber und Popovic ließen keine ohne Antwort. Auch nicht die nach dem Effekt von dicker Schminke auf Schauspielergesichtern. Rüber: „Wenn die auf der Bühne stehen, schmelzen Sie dahin. Aber wenn Sie direkt daneben stehen, sehen sie aus wie Zombies.“

Leserkommentare

Leserkommentare (1)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert